Klimaschutz im Inland hat Priorität - Kritik der AK nicht nachvollziehbar

Klimaschutzinvestitionen im Ausland bringen gewaltige CO2-Einsparungen zu geringen Kosten

Wien (OTS) - Österreich hat sich dazu verpflichtet, seinen Ausstoß von Treibhausgasen im Zeitraum von 2008 bis 2012 um 13 Prozent gegenüber 1990 zu verringern. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, ist ein Maßnahmenmix notwendig, der sowohl im Regierungsprogramm verankert ist, als auch in der neuen Klimastrategie seinen Niederschlag finden wird. Die Österreichische Bundesregierung setzt auf Energiesparen, Spritsparen, Energieerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern, Forcierung von Öko-Energie, die Verbesserung der Energieeffizienz, die thermische Sanierung von Nachkriegsbauten und Investitionen in den Öffentlichen Verkehr. Um das Kyotoziel zu erreichen, werden auch durch Grüne Investitionen konkrete Klima schonende Projekte im Ausland unterstützt, wo noch gewaltige CO2-Einsparpotenziale zu vergleichsweise geringen Kosten realisiert werden können, so das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft in einer Reaktion auf die Aussagen der Arbeiterkammer zum Klimaschutz.

Über 97 Prozent der Umweltförderung im Inland wurden 2006 für Klimaschutz eingesetzt. 76 Millionen Euro wurden in mehr als 2.300 Projekte investiert und haben ein Investitionsvolumen von 438 Millionen Euro ausgelöst. 2007 haben wir alleine mit der ersten Tranche der Umweltförderung im Inland bereits rund 900 neue Klimaschutzprojekte genehmigt. Das ist die größte klima- und energiepolitische Investitionsoffensive, die es bisher in Österreich gegeben hat. Der Vorwurf der Arbeiterkammer, nicht genügend auf Klimaschutz-Investitionen im eigenen Land zu setzen, geht daher ins Leere.

Österreichische Unternehmen gehören im Sektor Umwelttechnologie zu den besten der Welt. Dieser Wirtschaftszweig hat sich zu einem bedeutenden Beschäftigungsfeld mit weit überdurchschnittlichen Wachstumsraten entwickelt. Die Exporterfolge mit österreichischem Umwelt-Know-how sind beeindruckend. Allein mit sauberer Energietechnologie konnten in der Vergangenheit jährliche Exportsteigerungen von rund 10 Prozent erzielt werden. Klimaschutzinvestitionen im Ausland haben wesentlich zu dieser positiven Entwicklung beigetragen, weil wir darauf achten, dass bei JI/CDM-Projekten nach Möglichkeit österreichische Firmen zum Zug kommen und damit auch Wertschöpfung im Inland erzielt wird, erklärte das Lebensministerium abschließend.

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