Drogenpolitik - SP-Wagner: "FPÖ-Vorschläge an Naivität nicht zu überbieten"

Wien setzt auf seriöse Drogenpolitik

Wien (SPW-K) - "Die FPÖ gaukelt der Bevölkerung vor, dass eine drogenfreie Gesellschaft möglich ist. Das ist eine bewusste Irreführung", reagierte heute der stellvertretende Vorsitzende des Wiener Gesundheitsausschusses, Kurt Wagner, auf Aussagen der Wiener FPÖ zum Thema Drogen. Besonders die Forderung zur Arbeit in der Wald-und Forstwirtschaft sei an Naivität nicht zu übertreffen. "Wien setzt hingegen auf eine seriöse Drogenpolitik."

Von fehlender Sachkenntnis zeuge auch die Forderung nach ausschließlich stationärer Therapie. "Es muss und wird auch weiterhin ambulante und stationäre Therapieformen geben, um der Realität zu entsprechen", so Wagner. Die Forderung nach Zwangstherapie sei "ein alter Hut" und werde durch die stete Wiederholung der FPÖ auch nicht richtiger. "Eine Therapie kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie auf Freiwilligkeit beruht." Bei den geforderten 1,7 Mio. Euro für den Ausbau der Therapieeinrichtungen in den nächsten beiden Jahren handle es sich um eine Fantasiezahl.

"Gerade in den letzten Jahren habe Wien nicht weniger als vier neue Einrichtungen eröffnet", so Wagner. "Im Bereich der Straßenszene ist es in den letzten Jahren zu einer deutlichen Ausweitung der Hilfsangebote gekommen. Ein Beispiel dafür ist die systematische Arbeit mit auffälligen sozialen Gruppen an städtischen "Brennpunkten" durch Einrichtungen wie zum Beispiel aXXept für Punks, Help U am Karlsplatz oder a_way, die Jugendnotschlafstelle am Westbahnhof, ein gemeinsames Projekt mit der MA 11 und der Sucht- und Drogenkoordination Wien, das von der Caritas betrieben wird." Seit 2005 stünden in der neu eröffneten Einrichtung "Dialog 10" 700 zusätzliche Betreuungsplätze speziell für suchtkranke Jugendliche zur Verfügung. Weiters habe man den Streetworkstützpunkt am Karlsplatz ausgebaut.

"Für Wien gilt: Der Ausbau bestehender Angebote wird fortgesetzt, bei Bedarf werden auch neue Angebote geschaffen", so Wagner. "Einmal mehr hat sich heute gezeigt, dass die FPÖ auch zum Thema Drogen nichts Seriöses beizutragen hat." (Schluss)

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