Schantl: Haider gefährdet Gesundheitsversorgung in Kärnten

Gesundheitswesen darf nicht für politische Machtspielchen missbraucht werden!

Klagenfurt (SP-KTN) - Mit der Ankündigung des Kärntner Landeshauptmannes, Jörg Haider, in der Aufsichtsratssitzung der KABEG, bei der auch die anderen Vertreter der Regierungsparteien anwesend waren, dem bereits einstimmig beschlossenen Investitionsplan für die Kärntner Krankenanstalten, in der morgigen Regierungssitzung nicht zuzustimmen, gefährde der BZÖ-Politiker die Gesundheitsversorgung in Kärnten. Das sagte heute, Montag, der Kärntner Gesundheits- und Krankenanstaltenreferent, LR Wolfgang Schantl in einer diesbezüglichen Pressekonferenz, zu der gemeinsam mit dem Zentralbetriebsratsobmann der Kärntner Krankenanstalten, LAbg. Gebhard Arbeiter, lud.

"Um die Qualität und die hohen Standards in den Kärntner Landeskrankenanstalten zum Wohle aller Kärntnerinnen und Kärntner auch in Zukunft zu gewährleisten und auszubauen, fordere ich den Landeshauptmann und die ÖVP dazu auf, dem im KABEG-Aufsichtsrat bereits einstimmig beschlossenen Investitionsplan, den ich in der morgigen Regierungssitzung einbringen werde, zuzustimmen", sagte Schantl.

Es dürfe nicht sein, dass die ausgezeichnete medizinische Versorgung der Kärntner Bevölkerung, den politischen Taktierereien eines Landeshauptmannes zum Opfer falle, der zur eigenen Selbstdarstellung nun nicht einmal mehr vor der Gesundheit der Menschen Halt macht.

"Es geht hier wirklich um die langfristige Sicherstellung der Gesundheitsversorgung in Kärnten und die dafür benötigten investiven Mittel", erklärte Schantl.

Konkret soll die Krankenanstaltenbetriebsgesellschaft von der Kärntner Landesregierung dazu ermächtigt werden, im Jahr 2007 135,1 Millionen Euro, 2008 173 Millionen Euro und 2009 77,2 Millionen Euro in Form von Krediten, für die das Land Kärnten haftet, aufzunehmen, um dringend notwendige Investitionen unter anderem in den Krankenhäusern Villach, Wolfsberg und dem LKH neu zu ermöglichen.

"Kärnten verfüge Dank dem Einsatz der sozialdemokratischen Gesundheitsreferenten der letzten Jahrzehnte, über eine medizinische Versorgung, die nicht nur in Österreich sondern in ganz Europa vielfach als Vorbild gilt. Als Beispiel nannte Schantl unter anderem, die Leistungsangebotsplanung, die vernetzte Versorgung oder die Einrichtung einer 24-Stunden-Herzkatheter-Versorgung sowie die flächendeckende palliativ-medizinische Versorgung. "Trotz dieser erheblichen Qualitätssteigerungen ist es uns gemeinsam mit der KABEG und den hervorragenden Krankenhausmitarbeitern gelungen, den Abgangsdeckel von 196 Millionen Euro in den letzten Jahren einzuhalten", so Schantl.

Der Zentralbetriebsratsobmann der Kärntner Krankenanstalten, LAbg. Gebhard Arbeiter forderte Haider dazu auf, sich endlich wieder in die richtige Richtung zu bewegen. "Mit seiner ablehnenden Haltung verunsichert Haider alle Krankenhausmitarbeiter, die ein Recht dazu haben, zu erfahren, wie es weiter geht", so Arbeiter.

Sowohl Schantl als auch Arbeiter machten darauf aufmerksam, dass die SPÖ in Kärnten für die bestmögliche Qualität der Gesundheitsversorgung und dem freien Zugang zu Spitzenmedizin für alle Kärntnerinnen und Kärnten stehe. "Der Nichtbeschluss durch Haider würde einen Baustop bzw. eine Bauverzögerung für die Investitionsprojekte in den Kärntner LKH`s, auch beim LKH neu, bedeuten und somit die Gesundheitsversorgung der Kärntner Bevölkerung gefährden und letztlich durch Bauverzögerungen, Nachforderungen der Firmen für bestehende Verträge etc. dem Steuerzahler auch zusätzliche Millionen kosten", erklärte Schantl, der Haider abschließend dazu aufforderte, zum schon eingeschlagenen Konsensweg im Interesse der Bevölkerung zurückzukehren und auf Selbstdarstellung zu verzichten.

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