Metallausbildungen für MigrantInnen

Linz (OTS) - Das Arbeitsmarktservice Oberösterreich (AMS OÖ) und das Wirtschaftsressort des Landes organisieren und finanzieren Metallausbildungen für Personen mit Migrationshintergrund. Rund 50 Personen sollen damit eine Fachqualifizierung erhalten.

Fokus auf oö. Zentralraum

Der Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung an der Gesamtbevölkerung ist in den Städten Wels (16%), Steyr (13%) und Linz (12%) sowie im Bezirk Linz-Land (9%) am höchsten (Quelle: Volkszählung 2001). AMS OÖ und das Wirtschaftsressort fokussieren ihre Aktivitäten zur Aufschließung neuer Fachkräfte unter den MigrantInnen daher auf den oö. Zentralraum. Neben den unternehmensbezogenen Dienstleistungen (Arbeitskräfteüberlasser, Reinigungsunternehmen usw.) mit 8.400 Personen (Jahresschnitt 2006), sind der Metall- und Elektrobereich, der Bau (jeweils 6.800 Personen) und der Handel (5.900 Personen) die wichtigsten Arbeitgeber für AusländerInnen in Oberösterreich.

Ab Mitte April starten das AMS OÖ und das Wirtschaftsressort des Landes vier Metaller-Kurse für rund 50 MigrantInnen mit einer Ausbildungsdauer von 12 bis 16 Wochen:

Linz (AMS-finanziert): CNC-MaschinenbedienerIn (16.04.-06.07.2007)

Steyr (Wirtschaftsressort OÖ): Zerspanungstechnik/CNC (ab Ende April)

Traun (Wirtschaftsressort OÖ): Schweißen (ab Juni)

Wels (Wirtschaftsressort OÖ): CNC (ab Juni)

Metallbranche als Jobmotor

Ende Februar lag die Zahl der unselbstständig Beschäftigten in der Metallbranche (= Metallerzeugung und -bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen, Maschinenbau, Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, Sonstiger Fahrzeugbau) laut Hauptverband der Sozialversicherungsträger um 2.043 Personen höher als vor einem Jahr (64.567 gegenüber 62.524). Nicht erfasst sind darin Leasing-Kräfte, die in der Metallbranche arbeiten. Laut 'Statistik Arbeitskräfteüberlassung' (Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit) waren im vergangenen Jahr rund 6.100 Leasingkräfte in der oberösterreichischen Metallbranche beschäftigt. Die Beschäftigungsentwicklung in der Metallbranche koppelte sich im Herbst 2006 weitgehend von den üblichen saisonalen Schwankungen ab.

Wie groß ist der Fachkräftebedarf?

"Die Nachfrage nach flexibel einsetzbaren, qualifizierten Arbeitskräften in der oö. Metallbranche ist gestiegen. Stellenmeldungen konkurrierender gewerblicher Arbeitskräfteüberlasser überzeichnen in der Konjunktur die Zahl der dahinter stehenden realen Beschäftigungsmöglichkeiten aber zum Teil beträchtlich", relativiert Landesgeschäftsführer Roman Obrovski kolportierte Größenordnungen.

"Leider hat die Ausbildung von Lehrlingen in Gewerbe, Handwerk und Industrie mit dem Anstieg der Beschäftigung in diesem Sektor seit 1996 nicht Schritt gehalten", verweist Obrovski auf die dazu verfügbaren Indikatoren.

"Das AMS kann die nachfragegerechte Aus- und Weiterbildung von Fachkräften unterstützen, aber betriebliche Investitionen in die Ausbildung nicht ersetzen. Das AMS OÖ wird heuer rund 1900 Arbeitsuchenden eine Ausbildung mit Lehrabschluss ermöglichen (gerechnet ohne Blum-Förderung). Gemeinsam mit dem Wirtschaftsressort des Landes Oberösterreich starten wir darüber hinaus eine nachfragegerechte Ausbildungsinitiative für Personen mit Migrationshintergrund. MigrantInnen werden vielfach unter ihrem Potential beschäftigt. Wir helfen ihnen, ihr Potential zu ihrem und zum Vorteil der oö. Betriebe zu entfalten."

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Sigrid.Prentner@400.ams.or.at bzw
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