Kampf dem Alkoholmissbrauch: Vergnügungsbetriebe unterstützen Kdolsky

Medwed: Veranstalter für schärfere Kontrollen bei Volksfesten - "Hohe gesellschaftliche Akzeptanz dieser Familienfeste darf nicht gefährdet werden"

Wien (PWK191) - Österreichs Kultur- und Vergnügungsbetriebe begrüßen die Initiative von Gesundheits- und Jugendministerin Andrea Kodolsky, dem Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen den Kampf anzusagen. Dies betont der Obmann des Fachverbandes der Kultur- und Vergnügungsbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich, Komm.Rat Heimo Medwed.

Wie Medwed anlässlich eines Treffens mit Vertretern der niederösterreichischen Bezirkshauptmänner unter der Leitung von Hofrat Werner Nikisch hervorhob, gehören Volksfeste und Kirtage in Österreich zum Kulturgut. "Das sind Familienfeste. Sie dürfen nicht durch derart schlimme Auswüchse ihre hohe gesellschaftliche Akzeptanz in allen Bevölkerungsschichten verlieren".

Neben der notwendigen Aufklärung sei es ebenso wichtig, ausreichende Kontrollen durchzuführen. Der Vorschlag von Ministerin Kdolsky, fälschungssichere Personalausweise in Signalfarben einzuführen, wird ausdrücklich begrüßt. Zusätzlich werde es aber notwendig sein, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu verbessern. Den Veranstaltern bzw. deren Sicherheitspersonal sollte es damit bei Volksfesten und Kirtagen ermöglicht werden, effiziente Taschen- bzw. Rucksackkontrollen bei entsprechendem Verdacht durchzuführen, erklärte Medwed: "Gerade die Veranstalter von Festen sind sehr darum bemüht, durch verschärfte Kontrollen dem Alkoholmissbrauch durch Jugendliche entgegenzuwirken".

Vordringlicher als Strafen und Kontrollen sei aber eine entsprechend nachhaltige Aufklärung sowohl im Elternhaus als auch in der Schule bzw. bei den Veranstaltern und in der Gastronomie. Medwed verweist dabei auf die Aufklärungsarbeit und die vielen Initiativen der Fachgruppen Gastronomie der Wirtschaftskammern sowie jene des Landes NÖ, wie z.B. die "NÖ - Jugendcard 1424", sowie auf die Aktion des Gesundheitsministeriums "Mehr Spaß mit Maß".

Eine gemeinsame Homepage aller österreichischen Fachgruppen der Gastronomie (www.promille.at) gibt Auskünfte zum Thema Jugend, Jugendschutz, Alkohol und Haftungsfragen. Die heimischen Vergnügungsbetriebe werden sich diesen Initiativen anschließen und einen entsprechenden Leitfaden für Veranstalter herausbringen, kündigt der Sprecher an. (hp)

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