vida-Vorsitzender Kaske: "Wir stehen hinter den Aida-Frauen."

Betriebsratswahlen finden am 12. April statt

Wien (GMTN/vida/ÖGB) - "Die Hinhaltetaktik im Aida-Konflikt muss ein Ende haben", fordert Rudolf Kaske, Vorsitzender der Lebensgewerkschaft vida heute, am Montag, dem 19. März 2007, in einer Pressekonferenz zum geplanten Kollektivvertragswechsel bei der Kaffee-Konditoreikette. Die Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) - zuständig auch für ZuckerbäckerInnen - und die Lebensgewerkschaft vida - zuständig für das Hotel und Gastgewerbe - verhandeln seit einem Monat mit der Aida-Geschäftsführung, um drohende finanzielle Verluste für die Beschäftigten abzuwenden. Die Aida-Belegschaft wird am 12. April einen Betriebsrat wählen. ++++

Die traditionsreiche Kaffee-Konditoreikette Aida hat mit 1. März dieses Jahres den Kollektivvertrag (KV) gewechselt. Bislang galt für die rund 200 Beschäftigten in den 27 Filialen - vor allem Frauen -der Zuckerbäcker-KV. Die Geschäftsführung bevorzugt aber den Hotel-und Gastgewerbe-KV. "Für die MitarbeiterInnen bedeutet das empfindliche Lohneinbußen", erklärt der vida-Vorsitzende: "Sonn- und Feiertagszuschläge fallen im Hotel- und Gastgewerbe-KV weg, 13. und 14. Monatsgehalt werden anders berechnet und die Geschäftsführung träumt von einem 13-wöchigen Durchrechnungszeitraum der Arbeitszeit. Alles in allem könnte das für die Aida-Beschäftigten Verluste von 200 Euro bedeuten. Bei Einkommen von 1.000 Euro ist das eine Menge Geld." Die Geschäftsführung argumentiert mit einem Bonus-System.

Rat an Belegschaft: Noch nicht unterschreiben!

"Eine Vergleichsrechnung zwischen dem alten Lohnsystem und dem neuen Bonussystem wurde uns bisher von der Arbeitgeberseite nicht ermöglicht", ergänzt Gerhard Riess, zuständiger Sekretär in der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN): "Nur freundliche Gespräche sind zu wenig. Wir können den Aida-Beschäftigten nur eindringlich raten, diese unklaren Verträge nicht zu unterschreiben." Er selbst, vida-Bundesfachgruppensekretär Robert Maggale und die vida-Rechtsexpertin Mag. Canan Aytekin-Yildirim stehen den Frauen für Beratungen zur Verfügung.

Betriebsratswahl am 12. April

Inzwischen hat die Belegschaft der Aida-Filialen die Hilfe zur Selbsthilfe genützt: Mit Unterstützung der beiden Gewerkschaften vida und GMTN wurden nach einer Betriebsversammlung Betriebsratswahlen in die Wege geleitet. Ab 12. April kann der neu gewählte Betriebsrat die Verhandlungen mitgestalten und auch Betriebsvereinbarungen mit der Geschäftsführung abschließen. "Lange lassen wir uns nicht mehr hinhalten", betont Rudolf Kaske abschließend: "Wir können auch anders. Noch besteht aber die Möglichkeit zu einer Lösung mit der Betrieb und Beschäftigte gut leben können. Es liegt also letztendlich an Aida-Geschäfstführer Prousek und seinen Beratern, ob sich der Konflikt verschärft oder hoffentlich entschärft."

ÖGB, 19. März 2007 Nr.193

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