Neue "Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR von Claudia Grabner: Klacks und Kläckschen

Klagenfurt (OTS) - Den Gegner zu verwirren, ist schon immer eine listige Kriegstaktik gewesen. Aber: Österreich ist nicht im Krieg, und schon gar nicht ist das Volk der Gegner der Politik. Frage:
Weshalb agiert die Politik dann so, als ob? Als wären die Wähler der Feind, den es via Verwirrung zu bekämpfen gilt? - Wie einen Granatenhagel trommelt sie ihre ominösen Steuerpläne, diffusen Absichtserklärungen, geistlosen Schnellschüsse auf das schier überrumpelte Volk nieder ...

Erhöhung der Mineralölsteuer? Mehrwertsteuer auf Flugtickets (oder überhaupt ein Fernreiseverbot)? Dieselsteuer? Umweltverschmutzer-Steuer? Abschaffung der Erbschaftssteuer? Reformierung derselben? Neue Grundsteuer? - Die Zurufer übertönen sich. Überschreien ihr Geschrei. Und lassen Österreich ratlos zurück. Und erstaunt.
Und verärgert. Irgendwann nämlich schält sich aus dem Wirrwarr ein Ton ganz deutlich heraus: zahlen sollen die Privaten. Ein Schritt zurück im Ringen um mehr (soziale) Gerechtigkeit. Atemberaubend, wie ungeschoren eine Partei davonkommt, die etwa für die Abschaffung der Studiengebühren keinen finanziellen Spielraum sieht; wohl aber für die Abschaffung der Erbschaftssteuer auf die Barrikaden steigt, weil diese Millionen ein Klacks sind. Nun - es sind die Millionen ihrer schwarzen Klientel, die es zu erretten gilt. Wer aber errettet die Kläckschen des übrigen Volkes?

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