Eurofighter-Kommunikationschef über die Werbung

6,6 Millionen Euro als "Paket" - Mediaetat 2002: 2,6 Millionen Euro brutto - Wolfdietrich Hoeveler: "100% Communications hat für uns überwiegend andere Aufgaben gemacht"

Wien (OTS) - Die Fachtageszeitung medianet bringt in ihrer
morgigen Ausgabe ein Interview mit Wolfdietrich Hoeveler, im Jahr 2002 Leiter der Kommunikationsabteilung von EADS (heute Vice President Communications der Eurofighter GmbH) und damals zuständig für die Werbemaßnahmen in Österreich: Hoeveler spricht über die Zusammenarbeit mit der Agentur 100% Communications und warum man nicht mit der Haus-Mediaagentur von EADS, der OMD, auch in Österreich zusammenarbeiten wollte.

Hoeveler: "Das war ein Paket. Die 100% Communications hat für uns überwiegend andere Aufgaben gemacht. Die Werbung war nur ein Teil. Mag sein, dass die OMD auch in Österreich eine große Mediaagentur ist. Aber wir wollten das so."

Der Mediaetat 2002 betrug 2,6 Millionen Euro brutto (netto eher deutlich weniger) - Hoeveler über die in die Werbung investierten Summen und die dafür erbrachten Leistungen: "Viele Medien machen den Fehler, die 6,6 Millionen Euro als Werbebudget zu bezeichnen. Das ist völlig falsch - das war für das gesamte Paket, das war nicht nur Werbung. Wir haben den gesamten Betrag zu jedem Zeitpunkt genau nachvollziehen können. Wir haben für jede Aktion Belege. Glauben Sie mir bitte, dass das interne Controlling von EADS bestens funktioniert."

Und trotz aller Kritik will auch er nicht detailliert offenlegen, was mit dem Großteil des Geldes passiert ist: "Nein, das geht niemanden etwas an. Ich habe Ihnen entsprechend unserer internen Sprachregelung nun erstmals einige Dinge aufgezählt, die sich auch nachprüfen lassen. Die 100% Communications hat nicht nur Werbung betrieben, sondern hat darüber hinaus sehr viel mehr Aufgaben wahrgenommen. Das war damals nicht nur für die EADS-Kommunikationsabteilung, die ich damals geführt habe, sondern auch für die Exportabteilung. Die haben Road-Shows organisiert, mit denen unsere Leute ein Jahr lang durch ganz Österreich gereist sind. Von Landeshauptmann zu Landeshauptmann. Von Firma zu Firma. Auch wegen Gegengeschäften. Aber auch bei Verbänden und Hochschulen. Die haben Events veranstaltet. Das war eine Vielzahl von Maßnahmen, die sich nicht auf das Schalten von Inseraten beschränken lassen."

Und die Kritik in Österreich versteht Hoeveler überhaupt nicht:
"Hier wird Dreck auf jemanden geworfen und gesagt, dann mach dich mal sauber. Wieso eigentlich? Wir haben nichts getan, dass das rechtfertigen würde."

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