Versicherungsagenten fordern: Ablaufleistung der Lebensversicherungen muss für Kunden verbessert werden

Die seit dem 1. 1. 07 in Kraft getretene Gesetzesnovelle des Versicherungsvertragsgesetzes (VersVG) bewirkt das Gegenteil.

Wien (OTS) - Dass sich der Rückkaufswert bereits in den ersten Jahren für Konsumenten verbessert hat ist grundsätzlich eine positive Entwicklung. Negativ und für den Konsumenten gefährlich ist jedoch, dass damit das sogenannte Ausspannen - das prämienfrei stellen oder Rückkaufen - von Lebensversicherungen noch attraktiver geworden ist. Ein Umstand der zu vermeiden gewesen wäre.

Nach wie vor wird die Vermittlungsprovision beim Abschluß einer Lebensversicherungspolizze an den Vermittler als Vorschuss ausbezahlt. Der Vermittler erhält die Provision für die gesamte Laufzeit des Vertrages vorab. "Eine kundenfeindliche Lösung, die die Versicherungsagenten bereits bei den Verhandlungen mit dem BM für Justiz im Vorjahr aufgezeigt haben" so KommR Peter Salek, WK-Obmann der österreichischen sowie der NÖ Versicherungsagenten. "Wir sind dafür eingetreten die Vermittlungsprovision in gleichen Teilbeträgen auf mehrere Jahre aufzuteilen." Damit entsteht eine win win-Situationen für alle Beteiligten:

Der Kunde erhält bereits in den ersten Jahren eine Verzinsung seines Kapitals und damit eine bessere Ablaufleistung. Das auch der Rückkaufwert in den ersten Jahren verbessert wird, ist bei einer Laufzeit von z.B. 20 Jahren eher zweitrangig. Ausgenommen jene Fälle wo ein Beratungsfehler oder ein unerwartetes Ereignis vorliegt.

Das Abwerben von Verträgen wird bei der von uns vorgeschlagenen Regelung wirtschaftlich uninteressant, es locken bei Abschluss keine hohen Provisionsbeträge mehr. Der seriöse Vermittler und seine Kunden werden geschützt.

Auch die Performance der Produkte wird im Vergleich zu Bankprodukten attraktiver, ein Umstand der den Versicherern zugute kommt. Sie bezahlen erst dann die Provision, wenn diese durch die Prämien auch gedeckt werden kann. Und auch die Evidenzhaltung der Verträge würde sich reduzieren.

Darum möchten wir auch anmerken: Die vom Sozialministerium geforderte rückwirkende Anwendung der Kostenverteilung erscheint überzogen. Sinnvoll wäre gewesen, bei der Gesetzesnovelle auf eine echte Teilzahlung der Provisionen zu bestehen, denn nur so können Vorteile für den Kunden gesichert werden. Leider wurde diese Chance weder vom Konsumentenschutzministerium noch vom VKI erkannt.

Rückfragen & Kontakt:

Obmann KommR Peter Salek
Bundesgremium der Österreichischen Versicherungsagenten
Landesgremium der NÖ Versicherungsagenten
Tel: 02231 / 66 378
Mobil:+43 (0) 676/500 95 24
eMail: peter.salek@aon.at

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