Mehr Mitarbeiterbeteiligung am wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen

Industrie forciert die Beteiligung von MitarbeiterInnen durch erfolgsabhängige Entlohnungsanteile

Wien (PWK177) - "Die Industrie teilt völlig die Ansicht von Vizekanzler Wilhelm Molterer, dass Mitarbeiterbeteiligung eine zentrale Zukunftsfrage ist", unterstützt der Obmann der Bundessparte Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich, Wolfgang Welser, die Äußerungen des Vizekanzlers in der Vorwoche. Die WKÖ hat in einem gemeinsamen Projekt mit der Bundesarbeitskammer im Vorjahr das Thema Mitarbeiterbeteiligung einer näheren Betrachtung unterzogen.

"Wichtig ist, dass zwischen der Beteiligung von MitarbeiterInnen am Erfolg und am Unternehmen selbst unterschieden wird. Wir gehen davon aus, dass kein Interesse an einer Verlustbeteiligung besteht und sehen daher primär das gemeinsame Interesse von Unternehmen und MitarbeiterInnen an einer Erfolgsbeteiligung." Bundesspartenobmann Welser verweist damit auf die prinzipiell guten Erfahrungen mit dem KV-Abschluss für die Metallindustrie vom vergangenen November, der eine erfolgsabhängige Einmalzahlung enthielt.

Was die Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmenskapital betrifft, nimmt Welser eine differenzierte Haltung ein: "Keinerlei Vorbehalte haben wir zu Mitarbeiterbeteiligungen in Form von Inhaberaktien bei börsenotierten Aktiengesellschaften oder Stiftungen. Etwas anders ist jedoch die Beteiligung am Kapital bei Familienunternehmen, von Aktiengesellschaften mit Namensaktien, GmbHs oder Personengesellschaften zu sehen. Die Unternehmereigenschaft sollte weiterhin durch die Bestimmung von Unternehmensentscheidungen, die volle Verantwortung dafür und somit das damit verbundene vermögensrelevante Risiko für Verluste gekennzeichnet sein. Darüber hinaus gibt es Probleme in steuerlicher Hinsicht und beim Ausscheiden aus dem Unternehmen, die nachteilig für alle Beteiligten sind."

Um das in Zukunft immer wichtigere unternehmerische Denken auch auf MitarbeiterInnen-Seite zu fördern, finden immer öfter betriebsinterne Erfolgsbeteiligungsmodelle Anwendung. Dies ist die Lösung für das Erfordernis, MitarbeiterInnen am Erfolg des Unternehmens teilhaben zu lassen und somit auch ihren Beitrag anzuerkennen, ohne diese Erfolgsabgeltung zur Belastung für künftige Perioden werden zu lassen. "Mitarbeiterbeteiligung im richtigen Verständnis wird verstärkt eine wesentliche Rolle für den Anreiz und die Identifikation mit dem Unternehmen und damit auch für dessen Leistungsfähigkeit spielen", unterstreicht Welser. (us)

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