Wiener Landwirtschaft - SP-Hursky: "Wien ist einer der größten Biobauern Österreichs!"

Grüner Gemeinderat Maresch offenbar noch nicht in der EU angekommen

Wien (SPW-K) - "Es gibt keinen Grund, die Wiener Landwirtschaft schlecht zu reden", reagierte heute der Landwirtschaftssprecher der SPÖ Wien, Christian Hursky, auf Äußerungen des Grünen-Umweltsprechers Maresch. "Auf 14 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Wien wird Bio-Landbau betrieben, damit liegen wir um mehr als 25 Prozent über dem Bundesschnitt. Zahlreiche andere Betriebe setzen auf die integrierte Produktion und verzichten dabei auf den Einsatz von chemischen Schädlungsbekämpfungsmitteln." Auch mit der breiten Unterstützung der von Stadt Wien, der Wiener Landwirtschaftskammer und der LGV-Frischgemüse initiierten Allianz ,Freiwillig ohne Gentechnik´ würden die Wiener Obst- und Gemüsebauern ihr Verantwortungsbewusstsein zeigen: "Sie versorgen die Wienerinnen und Wiener mit Obst und Gemüse bester Qualität!"

Die Stadt Wien sei selbst einer der größten Biobauern Österreichs, betonte Hursky: "Der Anteil der ökologischen Landwirtschaft an den Landwirtschaftsflächen der MA 49 in Wien beträgt 75 Prozent, das städtische Landgut produziert pro Jahr 1,5 Millionen Kilogramm Bio-Getreide und 900.000 Kilogramm Bio-Erdäpfel. Beeindruckende Zahlen und für eine Millionenstadt einzigartig." Eine vollständige Umstellung des städtischen Betriebs sei aufgrund der gegebenen Strukturen nicht möglich, so der SP-Gemeinderat: "Der Besitz der Stadt ist vielfach stark zerstreut, die vielen kleinen Felder liegen neben konventionell bewirtschafteten Nachbarflächen." Durch die Abdrift käme es zur Beeinträchtigung der Produktqualität.

"Die Stadt Wien bekennt sich zum Bio-Landbau, so hat Wien als einziges Land in Österreich mit der "Bioforschung Austria" ein eigenes Institut zur Erforschung der Grundlagen im biologischen Landbau", so Hursky: "Eine Zwangsumstellung für privat geführte Betriebe wird es in Wien aber ganz sicher nicht geben." Außerdem sei Maresch offenbar noch nicht in der EU angekommen. "Sonst wüsste er, dass gerade beim Thema Landwirtschaftsförderung nichts ohne den Bund und Brüssel geht. Jede eigenmächtige Änderung würde sofort als Wettbewerbsverzerrung geahndet werden", so Hursky abschließend. (Schluss)

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