Schierhuber zu Gleichstellungspolitik: Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit

EU muss Gleichstellungsfragen in allen Politikbereichen berücksichtigen

Straßburg, 13. März 2007 (ÖVP-PK) "Nicht nur in Europa, auch weltweit sind mehr als die Hälfte der Bevölkerung Frauen. Dennoch bestehen vor allem in der Arbeitswelt noch große Unterschiede zwischen Männern und Frauen, sind Männer besser bezahlt, erschweren die Arbeitsbedingungen eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf", sagte heute die ÖVP-Europaparlamentarierin Agnes Schierhuber zum angenommenen Initiativbericht über die 'Gleichstellung von Frauen und Männern 2006-2010' im Europäischen Parlament in Straßburg. "Europa muss die Fragen der Gleichstellung von Männern und Frauen in allen Politikbereichen verstärkt berücksichtigen. Das bedeutet beispielsweise auch, dass sich Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowohl an Frauen als auch Männer richten sollten", so Schierhuber weiter. ****

Es sei zu wenig, einmal pro Jahr anlässlich des Internationalen Frauentages das Scheinwerferlicht auf die Rolle der Frau in der Gesellschaft zu richten. "Hier geht es nicht um einen Gedenktag, sondern um die Anerkennung der Gesellschaft dafür, dass Frauen traditionell und auch heute oft viele Rollen gleichzeitig übernehmen: Beruf, Karriere und die Erziehung der Kinder. Das bleibt nicht nur oft unbedankt, sondern auch nach wie vor ohne entsprechende Entlohnung. Schlimmer noch ist der Umstand, dass für gleiche Arbeit - und bei gleicher Ausbildung - unterschiedliche Gehälter für Männer und Frauen gezahlt werden", kritisierte Schierhuber: "Dass zu Beginn des 21. Jahrhunderts nach wie vor die Forderung nach gleichem Gehalt für gleiche Arbeit gestellt werden muss, ist eigentlich kein Ruhmesblatt für die EU."

In jedem Fall soll und muss es den Frauen selbst überlassen bleiben, ob sie sich für eine Familie, eine berufliche Karriere oder für die Verbindung beider Lebenswege entscheiden. "Es gibt hier keine besseren oder schlechteren Frauen. Jede Frau muss selbst entsprechend ihren Bedürfnissen entscheiden können. Eine echte Wahlfreiheit wird aber nur dann wirklich bestehen, wenn die Gesellschaft und die Politik die Rahmenbedingungen für ausreichende Kinderbetreuungsmöglichkeiten schaffen. Und wenn es endlich zu einer finanziellen Gleichstellung von Männern und Frauen im Berufsleben kommt, würden sich sicherlich auch mehr Väter bereit erklären, die Kinderbetreuung auch für längere Zeit zu übernehmen. In Sachen Gleichstellung hat die EU noch einen weiten Weg vor sich
- wir sollten ihn gemeinsam gehen und nicht nur am Internationalen Frauentag darüber reden", so Schierhuber abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

MEP Agnes Schierhuber, Tel.: 0033-3-8817-5741
(agnes.schierhuber@europarl.europa.eu) oder Mag. Philipp M.
Schulmeister, EVP-ED Pressestelle, Tel.: 0032-475-790021
(philipp.schulmeister@europarl.europa.eu)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0006