EU-Gipfel: Neue Lastenverteilung beim Klimaschutz entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung!

Papierindustrie warnt vor weiteren einseitigen Belastungen - Österreichische Betriebe bereits heute Weltspitze beim Energiesparen

Wien (PWK175) - "Die österreichische Papierindustrie produziert bereits heute äußerst energie- und emissionsarm. Wir fordern jetzt die Bundesregierung auf, sich mit aller Kraft für eine faire EU-interne Lastenteilung zur Erreichung des ehrgeizigen EU-Klimaschutzziels einzusetzen, damit die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Betriebe durch überambitionierte Zielsetzungen nicht noch weiter gefährdet wird. Es kann nicht akzeptiert werden, dass einzelne Länder etwa aufgrund ihres Kernenergie-Anteils oder anderer so genannter nationaler Besonderheiten keinen Klimaschutzbeitrag leisten und dass ein Land wie Österreich mit seinem bereits heute hohen Anteil an erneuerbarer Energie weitere teure Zielvorgaben erhält, die zu einer Gefährdung der Investitions- und Innovationsfähigkeit der Betriebe führen. Vorrangiges gemeinsames Ziel ist es, alle großen Emittenten mit ins Boot zu holen. Neben Europa müssen auch die USA und neue Wirtschaftsgroßmächte wie China, Indien und Brasilien einen Beitrag leisten. Nur dann wird die Europäische Vorreiterrolle zu einem wirklichen Erfolg bei der Bekämpfung des Klimawandels führen", betonte Oliver Dworak, Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie Austropapier.

Auch für die Aufteilung des EU-Ziels 20% erneuerbare Energie ist aus Sicht von Austropapier deutlich mehr Realismus erforderlich:
"Österreich ist mit einem Anteil von rund 22% bereits heute Europameister im Einsatz erneuerbarer Energie und liegt deutlich über dem angepeilten EU-Durchschnitt für 2020. In der Papierindustrie beträgt der Anteil erneuerbarer Energieträger am Gesamtenergieverbrauch bereits fast 50%. In der Diskussion von Steigerungsraten zum energetischen Einsatz von Biomasse müssen jetzt unbedingt die tatsächlich nachhaltig zur Verfügung stehenden Ressourcen und der Bedarf für die stoffliche Nutzung berücksichtigt werden. Holz ist einfach viel zu wertvoll, um es nur zu verbrennen -die positiven Effekte für Beschäftigung und Wertschöpfung können durch die Verarbeitung zu Zellstoff und Papier deutlich gesteigert werden", unterstreicht Austropapier. (us)

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Austropapier - Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie
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Tel.: (++43) 58886-273
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