FPÖ-Wien fordert Musikschulgesetz für Wien und 15.000 neue Plätze

Aufstockung der Mittel auf 55 Mio. Euro pro Jahr notwendig

Wien, 13-03-2007 (fpd) - "Viel Geld für das Produzieren von Musik auszugeben und dafür immer weniger für die jungen Menschen, die das erlernen sollen, was später produziert werden soll, ist nicht nur sinnlos, sondern einfach dumm", sagt Staatsopernchef Holender. Nachdem die zuständige Stadträtin Grete Laska nichts gegen den dramatischen Mangel an Musikschulplätzen in Wien unternimmt, setzen der Wiener FPÖ-Klubobmann DDr. Eduard Schock und Kultursprecher LAbg. Mag. Harald Stefan erneut eine dahingehende Initiative.

Wie dramatisch die Lage bei den Musikschulen in der "Welthaupstadt der Musik" ist, zeigt ein Vergleich: Das Land Oberösterreich mit 1,4 Mio. Einwohnern unterrichtet in 67 Musikschulen 55.000 Kinder und wendet dafür jährlich über 55 Mio. Euro auf. In Wien mit 1,65 Mio. Einwohnern finden in 17 Musikschulen (mit 30 Standorten) 5.300 Kinder einen Platz, wobei pro Jahr 14,3 Mio. Euro zur Verfügung stehen.

Aber auch Niederösterreich kann auf dem Gebiet der Musikausbildung als Vorbild dienen, da diese dort Chefsache ist. In Wien hingegen lässt Häupl die zuständige Stadträtin Laska ambitionslos vor sich hinwerken, so dass der Orchesternachwuchs aus Wien einfach nicht mehr vorhanden ist. Sogar der Einzelunterricht soll nun fallen, was jeder Musiker zu Recht als Irrwitz bezeichnet, kritisiert Schock.

Bei Prestigeobjekten wie dem Umbau des Ronachers um satte 47 Mio. Euro oder dem Engagement von Peter Sellars für das Mozart-Jahr um 10 Mio. Euro sitzt bei der SPÖ das Geld locker, während bei den Musikschulen seit Jahren der Rotstift regiert, ärgert sich Stefan.

Die FPÖ hat zur Rettung der Musikstadt Wien nun ein Notfall-Paket ausgearbeitet, um der Musikausbildung in der Stadt, wo Mozart, Schubert, Strauss, Beethoven oder Mahler wirkten sowie die Wiener Philharmoniker und Symphoniker zu Hause sind, wieder jenen Stellenwert zu geben, den sie verdient.

1.Musikschulgesetz nach dem Vorbild der anderen acht Bundesländer 2.Sicherstellung der Grundversorgung in allen Bezirken Wiens
3.Ein Musikschulplatz für jedes Kind, das die Prüfung schafft 4.Bereitstellung von Instrumenten für sozial schwache Kinder 5.Sicherstellung von Einzelunterricht und Begabtenförderung 6.Aufstockung der Mittel auf 55 Mio. Euro pro Jahr
7.15.000 neue Musikschulplätze in den nächsten 5 Jahren

"Von den Musikschulen hängt die Zukunft des Musiklandes Österreich ab", sagt Prof. Michael Frischenschlager, ehemaliger Rektor der Wiener Musikhochschule. Aber auch Nikolaus Hanoncourt oder Otto Schenk meinen, dass es ein Verbrechen sei, wenn Kindern eine musische Ausbildung vorenthalten wird. Dem schließt sich die FPÖ vollinhaltlich an, betonen Schock und Stefan abschließend. (Schluss)am

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