Brosz: Stress bei der Schulanmeldung Folge verfehlter Schulpolitik

Grüne fordern gemeinsame Schule der 6- bis 15 jährigen

Wien (OTS) - Die Probleme bei der Anmeldung von Kindern für die AHS-Unterstufe zeigen einmal mehr das Dilemma im österreichischen Schulsystem auf. "Für alle ViertklasslerInnen und deren Eltern verursacht der Schulwechsel Druck und Belastungen. Solange die Bildungschancen von GymnasiastInnen deutlich besser sind, wird der Kampf und die AHS-Plätze weiter gehen. Die frühe Trennung der SchülerInnen ist der Kern des Problems. Die rasche Einführung einer gemeinsamen Schule der 6- bis 15jährigen würde diesen, durch eine verfehlte Schulpolitik hervorgerufenen unnötigen Stress verhindern," so Brosz. "Ein gutes Schulsystem muss gleiche Chancen gewährleisten, unabhängig davon, welche Schule besucht wird. Davon ist Österreich weit entfernt," so Brosz.

Eine gut gemeinte Maßnahme, wie etwa die Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen scheitert an der völlig dilletantischen Vorbereitung durch die Regierung. "Es gibt keine Vorerhebung dazu, wie die Senkung praktisch umgesetzt werden soll. Die Behörden wissen nicht, wo eine Senkung machbar ist, wo nicht, wo es Schulraum gibt oder nicht, weil die notwendigen Zahlen nie erhoben wurden", kritisierte Brosz

"Ein gesetzlicher Rechtsanspruch auf einen AHS-Platz besteht nicht, auch wenn die Mittelschulreife bestätigt ist", erklärte Brosz zur Ankündigung von Unterrichtsministerin Schmied und forderte: "Wenn die Regierung die frühe Trennung aufrecht erhält, muss sie wenigstens AHS-Plätze für all jene garantieren, welche die Voraussetzungen erfüllen." Die Grünen würden jedenfalls die Unterrichtsministerin beim Wort nehmen und die Einhaltung ihrer Zusage für alle SchülerInnen überprüfen.

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