Wie viel Natur verbrauchen wir?

Plattform Footprint präsentiert Bildungsmaterialien zum ökologischen Fußabdruck

Wien (OTS) - Morgen stellt die ‚Plattform Footprint’ zwei neue Publikationen zum Thema ökologischer Fußabdruck vor. Die DVD ‚Footprint -Große Ansprüche an einen kleinen Planeten’ wurde in Zusammenarbeit mit Mathis Wackernagel, dem Mitbegründer des Konzeptes und Direktor des Global Footprint Networks produziert. Die Broschüre ‚Footprint, der ökologische Fußabdruck Österreichs’ ist die erste Zusammenstellung der aktuellsten, heimischen Daten zum Thema.

Der ökologische Fußabdruck bietet ein neues, einfach verständliches Maß für die Nutzung natürlicher Ressourcen, nämlich jene Fläche, die notwendig ist, um den Bedarf an Rohstoffen zu decken und die Aufnahme der Abfälle zu ermöglichen. Dieser Wert kann für eine Person, ein Land, ein Produkt oder die ganze Welt errechnet werden.

"Footprint ist ein Konzept, dass unser Bild der Welt - und wie wir mit ihr umgehen - nachhaltig verändern wird", gibt sich Wolfgang Pekny, Greenpeace-Veteran und Begründer der Plattform Footprint zuversichtlich. Die Umrechnung des persönlichen Ressourcenverbrauches in die Anzahl der Planeten, die nötig wären, erzeugt ein sehr einprägsames Bild. Für die durchschnittliche ÖsterreicherIn sind es etwa 3 Planeten von der Qualität und Größe der Erde, die erforderlich wären, wenn alle Menschen mit gleichem Ressourcenverbrauch leben würden. Das verdeutlicht, dass wir auf zu "großem Fuß" leben, -global nicht verallgemeinerbar, also prinzipiell ungerecht.

Dabei spielen Ernährung, Wohnen, Mobilität und Konsum eine entscheide Rolle. Für den größten Brocken ist überraschender Weise die Ernährung verantwortlich, dort vor allem der hohe Fleischkonsum, der Gesundheit und Umwelt gleichermaßen belastet.

Die Plattform Footprint ist eine Allianz von Umwelt- und Entwicklungspolitischen Organisationen gemeinsam mit sozial- wie ökologisch verantwortungsvollen Unternehmen und Forschungseinrichtungen. "Gemeinsam wollen wir den "ökologischen Fußabdruck" als wesentliche Maßzahl für Zukunftsfähigkeit in der Bevölkerung verankern und den Footprint möglichst rasch handlungsrelevant für Wirtschaft und Politik machen", betont Andreas Wurzer, Programmdirektor des WWF den Aufklärungs-Charakter der Initiative.

Eine Reduktion des Footprint auf nationaler und Europäischer Ebene ist ökologisch wie sozial ein absolutes Muss. Die Forderung beinhaltet alle klassischen Umweltschutzmaßnahmen, ganz besonders die Reduktion der Treibhausgas-Emissionen, zeigt dabei aber nicht nur die Grenzen der Atmosphäre auf, sondern auch jene der Natur-Ressourcen an Land und im Meer.

Eine Pressevorführung mit den Autoren findet morgen, Mittwoch, den 14.03. um 10 00 Uhr im Votivkino statt. Materialien sind unter www.footprint.at erhältlich

Rückfragen & Kontakt:

Wolfgang Pekny, Greenpeace & Plattform Footprint
Tel. + 43 (0)664 121 07 61,
E-Mail: wolfgang.Pekny@greenpeace.at

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