Startschuss für EM-Bier gefallen

Wien (OTS) - Die Fußball-Europameisterschaft in Österreich ist noch ein Jahr entfernt, die Vorbereitungen laufen aber auf Hochtouren. Auch bei den österreichischen Brauereien will man gerüstet sein für das kommende sportliche Highlight. 180.000 Tonnen Braugerste sind für die inländische Bierproduktion pro Jahr erforderlich. Die Voraussetzung dafür liefern die heimischen Landwirte - die Gerste für die bierige Begleitung des nächsten Jahres liegt dank der sonnigen letzten Tage schon größtenteils auf Österreichs Feldern. 142.000 Hektar werden in Österreich mit Sommergerste bestellt.

Die Seele des Bieres

Farbe, Kraft und Geschmack des Bieres werden vor allem vom Malz bestimmt. Dieses wächst nicht auf den Feldern, es muss erst aus dem Braugetreide gewonnen werden. Die österreichische Brauindustrie deckt ihren Bedarf fast ausschließlich bei der heimischen Malzindustrie ab. Vermälzt wird hauptsächlich die zweizeilige Sommergerste, bei der sich zwei Reihen Körner auf dem Gerstenhalm befinden und die man auf den Feldern gut an ihren typisch nickenden Ähren erkennen kann. Diese Gerste bestimmt maßgeblich fast alle Eigenschaften des Bieres und wird deshalb auch als Seele des Bieres bezeichnet. Die Sommergerste bzw. Braugerste weist einen hohen Anteil an Stärke auf, enthält wenig Eiweiß, ist sehr gut keimfähig, wenn auch nicht unbedingt sehr ertragreich. Die Wintergerste hat zwar höhere Ernteerträge, aber einen geringeren Brauwert und dient daher hauptsächlich als Futtermittel.

Rohstoff für den Gerstensaft

Viele der österreichischen Ackerbaugebiete sind für Sommergerste gut geeignet. Dies gilt für die eher trockenen pannonischen Anbaulagen ebenso wie für die raueren Lagen des Waldviertels. Der gesamte Braugerstenbedarf für den inländischen Bierabsatz beläuft sich auf rund 180.000 Tonnen. Nicht nur das Wetter, sondern auch die richtige Sortenwahl ist ausschlaggebend für die Erreichung der hohen Qualitätsstandards: "Heuer werden hauptsächlich die Sorten Bodega und Xanadu angebaut, die sich durch hohe Erträge, gute Gesundheit und beste Braueigenschaften auszeichnen und deshalb so beliebt sind", so Ing. Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich.

Gerste unter den Top 3 der Getreidearten

Gerste zählt zu den wichtigsten Getreidearten auf Österreichs Äckern. Im Ranking vor ihr stehen nur noch Weizen und Mais, wobei die Gerste in manchen Bundesländern, wie Niederösterreich, sogar die Nummer 2 der meistangebauten Ackerpflanzen ist. Über 6.000 Landwirte pflanzen österreichweit auf mehr als 142.000 Hektar Sommergerste an. "Die österreichische Sommergerste ist qualitativ sehr hochwertig -gerade die österreichischen Bauern nutzen optimal die guten Produktionsgrundlagen, produzieren gesunde Getreidebestände und brauchen dementsprechend ein Minimum an Pflanzenschutzmitteln, verglichen mit unseren Nachbarländern", betont LK-Präsident Schultes. Im Gerstenkorn sind zahlreiche Nährstoffe, Kohlehydrate, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine enthalten, die das Bier -in Maßen getrunken - zu einem gesunden Genuss machen. Wie der heurige Ertrag bei der Sommergerste ausfallen wird, gilt es noch abzuwarten, man blickt aber optimistisch auf die nächste Ernte. "Durch die frühen warmen Temperaturen liegen gute Anbaubedingungen vor. Wenn in den nächsten Monaten noch eine optimale Niederschlagsverteilung stattfindet und die Böden nicht zu trocken bleiben, hoffen wir auf reiche Gerstenerträge und gute Qualität für die Bierproduktion", so Mag. Jutta Kaufmann-Kerschbaum, Geschäftsführerin des Verbandes der Brauereien Österreichs.

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