Mit Strafgeldern aus Verkehrskontrollen gegen Einbruchskriminalität

Um effizienter gegen organisierte Banden vorgehen zu können, sollten Verkehrs- und Sicherheitskontrollen stärker gekoppelt und Strafgelder zweckgewidmet werden

Wien (OTS) - Von Motorrädern über tonnenweise Kupferkabel bis hin zu Baumaschinen und sogar Containern: Die Liste von Objekten, die auf das Interesse organisierter Einbruchs- und Diebstahlsbanden stoßen, ist in den letzten Jahren ziemlich lang geworden. "Oft sind es Verkehrskontrollen, bei denen Diebsgut entdeckt wird und Kriminelle dingfest gemacht werden können", sagt Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV). "Eine stärkere Bündelung von Verkehrs- und Sicherheitskontrollen hätte sicher eine hohe präventive Wirkung. Daher sollte man sich überlegen, ob man Strafgelder aus Verkehrskontrollen nicht zweckwidmen sollte, um die Exekutive beim Kampf gegen organisierte Kriminalität besser zu unterstützen."

Im Verkehrsbereich ist eine Aufteilung von Strafgeldern bereits jetzt üblich. So regelt die Straßenverkehrsordnung zum Beispiel, welcher Straßenerhalter und welche Verwaltungsbehörde eingehobene Strafgelder erhalten - je nachdem, wer den Sach- und Personalaufwand bestritten hat. "Nach dem gleichen Prinzip könnten auch die Gelder aus Verkehrskontrollen der Verkehrspolizei zufließen", schlägt Thann vor. Den Hintergrund könne ein am Eigentumsschutz orientiertes, auf statistischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhendes Kontrollkonzept bilden. Die gesetzliche Verankerung kann sich Thann in der Straßenverkehrsordnung oder im Kraftfahrgesetz vorstellen.

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