Hausherr: "Untergeordnete Rolle des Straßenverkehrs bei Feinstaubbelastung"

Anpassung an Umweltsituation durch Verkehrstelematik - Rascher Ausbau der Verkehrsbeeinflussungsanlagen gefordert

Wien (PWK173) - "Der Straßenverkehr ist immer einer der Hauptverdächtigen, wenn es um Luftverschmutzung und Umweltbelastungen geht. Dass es sich dabei in vielen Fällen um Vorurteile handelt, zeigen die Zahlen", stellt der Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen in der Wirtschaftskammer Österreich, Ing. Norbert Hausherr, klar. In vielen Bereichen spielen jene Emissionen, die aus dem Verkehr stammen, nur eine geringe Rolle.

Dies ist auch besonders beim Feinstaub der Fall, an dem der gesamte Straßenverkehr einen Anteil von ungefähr 17 Prozent hat. Etwa die Hälfte davon entfällt auf Pkw. "Demzufolge ist die einseitige Strategie, nur beim Pkw gegen den Feinstaub anzukämpfen, nicht nachvollziehbar. Man kann in etwa nachrechnen, welche Auswirkungen eine Tempo 100-Beschränkung auf einem Autobahn-Abschnitt auf die Luftqualität hat - sie ist kaum relevant", hält Hausherr fest.

Falsch ist der naheliegende Schluss, dass mehr Autos auch mehr Emissionen produzieren. Seit Anfang der 90er Jahre steigt die Zahl der Fahrzeuge kontinuierlich, die Menge der ausgestoßenen Schadstoffe bleibt allerdings konstant.

Um die Geschwindigkeiten an die jeweilige Verkehrs- und Umweltsituation anzupassen, begrüßt Hausherr den geplanten Ausbau von Verkehrsbeeinflussungsanlagen auf Österreichs Autobahnen und fordert, diesen so rasch wie möglich flächendeckend zu realisieren.

"Der Fachverband der Fahrschulen lehnt es mit Nachdruck ab, dass der Straßen- und vor allem Pkw-Verkehr als Sündenbock für Luftverschmutzung missbraucht wird. Es wäre im Sinne unserer Umwelt empfehlenswert, größere Emittenten zu verpflichten, weniger Feinstaub zu produzieren", schaltet sich Hausherr in die laufende Debatte ein. (hp)

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