AVISO DARMKREBSTAG - alle aktuellen Informationen und Tipps zu Vorsorge, Früherkennung, Diagnose und Therapien: Dienstag, 20.März 2007, 17.30-20.30 Uhr, Festsaal des BM für Gesundheit und Frauen.

Wien (OTS) - In Österreich erkranken jährlich rund 5.000 Menschen an Darmkrebs!

Am Dienstag, dem 20.März 2007 findet der für die Öffentlichkeit bestimmte DARMKREBSTAG im Festsaal des BM für Gesundheit und Frauen statt.

Veranstalter sind die Selbsthilfegruppe Darmkrebs sowie die Wiener Krebshilfe.

Die Offizielle Eröffnung wird seitens Gesundheitsministerin Dr. Andrea KDOLSKY vorgenommen.

Hochkarätige Krebsspezialisten, wie u.a Univ.Prof.Dr. Christoph ZIELINSKI, Univ.Prof.Dr. Heinz LUDWIG und Prim.Univ.Doz.Dr. Werner WEISS informieren über die aktuellsten Diagnose- und Therpiemöglichkeiten und geben wertvolle Tipps bezüglich Vorsorge und Früherkennung von Darmkrebs. Die BesucherInnen werden dabei u.a. über die Warnzeichen, die Diagnose der Vorstufen von Darmkrebs (Polypen), den Ablauf einer Darmspiegelung sowie über die neuesten Therapiemöglichkeiten genauestens informiert.

DARMKREBSTAGORDINATIONEN

Zusätzlich zu den ExpertInnenvorträgen bietet der DARMKREBSTAG allen BesucherInnen die Möglichkeit der individuellen und persönlichen Beratung im Rahmen der Darmkrebstagordinationen.

FORUM DARMKREBS

Im Rahmen des Darmkrebstages wird außerdem auch das neue Magazin der Selbsthilfegruppe Darmkrebs, Präsidentin Helga THURNHER erstmals präsentiert.

"Als Angehörige eines Darmkrebspatienten habe ich in den letzten Jahren sehr viele Erfahrungen und Wissen gesammelt. Dies möchte ich nun gerne mit dem Magazin FORMUM DARMKREBS als Hilfestellung für Betroffene, Angehörige und Freunde weitergeben." so Helga Thurnher. Die Wiener Krebshilfe bietet als weiteres umfassendes Informationsmaterial den Ratgeber "100 Antworten auf Ihre Fragen zum Thema Darmkrebs", kostenlos an!

DARMKREBSVORSORGE

Mit etwas 5.000 Neuerkrankungen pro Jahr, wobei Frauen und Männer gleichermaßen betroffen sind, ist das Dickdarmkazinom (nach dem Prostata- und Lungenkarzinom bei Männern und den Brustkrebs bei Frauen) die häufigste bösartige Tumorerkrankung in Österreich. Wobei sich der Darmkrebs in einem ganz wesentlichen Punkt von anderen Krebserkrankungen unterscheidet. In mehr als 90 Prozent der Fälle sind Vorstufen der Erkrankung in Form von zunächst gutartigen Gewebswucherungen im Darm (Polypen) nachweisbar. Erst nach vielen Jahren entsteht daraus ein Karzinom. Eine konsequente Entfernung dieser Polypen könnte über 90 Prozent aller Dickdarmkazinome verhindern.

KOLOSKOPIE-DARMSPIEGELUNG

Ab dem 50. Lebensjahr steigt die statistische Wahrscheinlichkeit an Darmkrebs zu erkranken überproportional an. "Daher ist gerade diese Krebsform für Vorsorgemaßnahmen und auch für breit angelegte Screenings der Gesamtbevölkerung ab einen bestimmten Alter besonders geeignet", so Prim.Univ.Doz.Dr. Werner Weiss.
Nicht ohne Grund wurde demgemäß die endoskopische Untersuchung des Dickdarms (Koloskopie oder Darmspiegelung) im Oktober 2005 als fixer Bestandteil in die Vorsorgeuntersuchung in Österreich integriert (grundsätzlich ab dem 50. Lebensjahr).
Die Darmspiegelung sollte alle 7-10 Jahre wiederholt werden.

OKKULTES BLUT IM STUHL

Die Untersuchung auf okkultes (=verborgenes) Blut im Stuhl wird zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr jährlich empfohlen. Die Vorteile dieses Tests: Er ist Kostengünstig und kann ganz einfach vom Patienten selbst durchgeführt werden. Zahlreiche Studien belegen, dass die konsequente Vornahme dieses Tests die Sterblichkeit am Dickdarmkazinoms um 30 Prozent senken kann.

Damit könnten in Österreich jährlich 1.000 Todesfälle verhindert werden.

Der Nachteil dieser Testmethode: Nur 60 Prozent aller Tumore bzw. 30 Prozent aller Polypen führen zu einem positiven (Blut im Stuhl) Testergebnis.

Im Rahmen des Darmkrebstages wird auch die "Sanfte" Darmspiegelung genauestens erläutert und erklärt.

KREBSTHERAPIEN

In der Behandlung von Tumorerkrankungen hat in den letzten Jahren ein entscheidender Wandel stattgefunden.
Die erzielten Fortschritte betreffen nicht nur die Tumortherapien im eigentlichen Sinn sondern auch verschiedene Begleitmaßnahmen, die für die Verträglichkeit der Tumortherapie und somit für die Lebensqualität der PatientInnen eine wichtige Rolle spielen. "Wir sind in der Behandlung von Tumorerkrankungen einen wichtigen Schritt vorangekommen. Auch eine Krebserkrankung im fortgeschrittenen Stadion kann heute dank moderner Therapien als chronische und nicht akut bedrohliche Erkrankung verlaufen", so Univ.Prof.Dr. Christoph Zielinski.

"Für verschiedene Tumorerkrankungen gibt es heute gezielt angreifende Medikamente die sich im Wirkungsmechanismus von der Chemotherapie unterscheiden. Diese neuen Mittel wirken "punktgenau" auf definierte, biologische Merkmale der Tumorzelle und unterbinden damit das Tumorwachstum", so Univ.Prof.Dr. Christoph Zielinski weiter.

So ist z.b. AVASTIN die erste Infusionstherapie, die die Gefäßversorgung des Tumors angreift und ihn einerseits zum Schrumpfen bringt andererseits an der Weiterverbreitung hindert. Der Tumor wird gewissermaßen "ausgehungert". AVASTIN ist die erste Antikörpertherapie beim Darmkrebs die eine, für die PatientInnen bedeutsame und relevante Überlebensverlängerung gezeigt hat. Ein weiteres Beispiel ist die Chemotherapieform XELODA die als Tablette zu Hause eingenommen werden kann und dem Patienten somit eine signifikante Reduzierung von Krankenhausaufenthalten ermöglicht. Dadurch können die PatientInnen selbst während der Therapie ein weitgehend "normales" Leben führen. (wie z.B. Erwerbstätigkeit, Soziale Kontakte).

"Schließlich besteht im Antikörper ERBITUX noch eine Option, nach Therapieversagen von Chemotherapie unseren Patienten eine weitere Behandlungsoption anzubieten", so Zielinski.
Wir laden alle MedienvertreterInnen zum

WIENER DARMKREBSTAG
Aktuellste Informationen und
Tipps zu Vorsorge, Früherkennung, Diagnose und Therapie
am Dienstag, dem 20.März 2007 von 17.30 - 20.30 Uhr
in das BM für Gesundheit und Frauen,
Radetzkystraße 2, 1030 Wien
herzlichst ein.
EINTRITT FREI!

Rückfragen & Kontakt:

PR Susanne Havel
Tel: 01/710 55 01, Fax: 01/710 55 01-20
e-mail: office@pr-havel.at, www.leben-mit-krebs.at

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