BMHS-Gewerkschafter richten Forderungen an den Bundeskanzler

Wien (OTS) - "Die BMHS - Gewerkschaft machte Herrn Bundeskanzler
Dr. Gusenbauer in ihrem heutigen Schreiben auf die äußerst angespannte Situation in den ersten Klassen der BMHS (berufsbildende mittlere und höhere Schulen) aufmerksam und fordert die Gleichbehandlung aller Schularten und die einheitliche Umsetzung der im Koalitionsübereinkommen vorgesehenen Maßnahmen, nämlich die Absenkung der Klassenschüler/innen - Höchstzahl auf 25, aufsteigend in der ersten Schulstufe jeder Schulart bzw. die Bereitstellung der dafür vorgesehenen zweckgebundenen Mittel auch für die BMHS ab dem kommenden Schuljahr", so Mag. Jürgen Rainer, Vorsitzender der BHMS-Gewerkschaft in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD).

Dabei führt die Bundesleitung aus, dass eine Lehrkraft bei 36 Schüler/innen aus z.B. 10 Nationen in einer ersten Klasse Handelsschule mehr als gefordert ist, den aus unterschiedlichen Kulturkreisen Kommenden und der deutschen Sprache im unterschiedlichen Ausmaß Mächtigen, den geforderten Lehrstoff beizubringen. Ein Unterfangen, das bei diesen Eingangsvoraussetzungen immer öfters zum Scheitern verurteilt ist.

Die Schuld für dieses Scheitern liegt weder bei den Lehrenden noch bei den Schülern. Diese Schuld ist jenen zuzuschreiben, die in Kenntnis der nicht zumutbaren Rahmenbedingungen eine Besserung verweigern. "Die BMHS - Gewerkschaft fordert seit geraumer Zeit wirksame Maßnahmen zur Beseitigung dieser Missstände. Unsere Vorschläge: zwei Lehrende in den ersten Klassen, individuelle Betreuung einzelner Schüler bzw. Schülergruppen parallel zum Unterricht oder die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl. Die Entscheidungen darüber sind basierend auf den Vorgaben der Schulbehörde autonom in den Schulen zu treffen", betont Rainer abschließend.

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BMHS - Gewerkschaft, Mag. Jürgen Rainer
Tel.: 01 / 533 63 35

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