Neue "Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR von Markus Kaufmann: Kleinwagen für die Politik

Klagenfurt (OTS) - Der Klimaschutz ist das bestimmende Thema
dieser Tage. Volksvertreter aller Couleurs befassen sich mit mehr oder weniger aussichtsreichen Lösungen zur Senkung des CO2-Ausstoßes. Beschlüsse, Resolutionen und Absichtserklärungen - ob umsetzbar oder nicht - werden medienwirksam dem Wähler schmackhaft gemacht.

So mancher Klimaschützer in der Politik sollte aber vor der eigenen Türe kehren. Allen voran der gescheiterte amerikanische Präsidentschaftskandidat Al Gore. Er predigt auf der Leinwand den Umweltschutz und erhielt dafür von der Academy zwei Oscars. In den eigenen vier Wänden nimmt er es damit nicht so genau. In seinem schmucken Eigenheim in Nashville (Tennessee) verbraucht er laut US-Medienberichten zwanzig Mal so viel Strom wie ein amerikanischer Durchschnittshaushalt.

Österreichische Volksvertreter sind nicht viel besser. Sie diskutieren über eine neue Steuer für Autos mit hohen CO2-Emissionen, wollen sich selbst aber keinen Kleinwagen zumuten.
Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene schwört man auf Luxuskarossen vorwiegend aus deutschen Autoschmieden. 200 Pferdestärken sind das Minimum, entsprechend hoch die Abgaswerte. Völlig gleich ob in den USA oder in der Alpenrepublik - bei der eigenen Bequemlichkeit hört der Klimaschutz auf.

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