Kinderfreunde: Kindergeldreform Schritt in die richtige Richtung

Wien (SK) - Staatsekretärin Marek hat in einem Interview das einkommensabhängige Karenzgeld als Non-plus-ultra bezeichnet. "Wir wundern uns über diesen Vorstoß, weil diese Position innerhalb der ÖVP absolut nicht mehrheitsfähig ist und diametral anderen ÖVP-Vorschlägen wie dem Müttergeld entgegensteht", meint Kinderfreunde-Vorsitzender LR Ackerl. "Wir sind in der Diskussion schon weiter, und favorisieren eine konsequente Weiterentwicklung des österreichischen Modells vor einem weiteren Systemwechsel innerhalb weniger Jahre, der die Eltern verunsichern würde. Die geplante Reform des Kindergeldes ist tatsächlich ein Schritt in die richtige Richtung." *****

Nach der anstehenden Kindergeldreform sollte an den Stärken des neuen Systems - und zwar aufbauend an weiteren Verbesserungen innerhalb des Systems - gearbeitet werden. Dabei werde wichtig sein, zu evaluieren, inwieweit das neue Modell tatsächlich etwa die Beteiligung der Väter in den Familien begünstigt und fördert. Wenn sich hier keine Verbesserungen abzeichnen, muss überlegt werden, das Modell dahingehend zu optimieren. Mit der Kindergeldreform nähere sich das österreichische Modell dem isländischen Modell an, das international als besonders innovativ gilt, erläuterte Ackerl.

"Wir sehen im Reformplan für das Kindergeld jedenfalls einen entscheidenden Fortschritt, der jetzt rasch in die Realität umgesetzt werden soll. Das einkommensabhängige Karenzgeld ist, wie das deutsche Beispiel zeigt, auch kein Allheilmittel, sondern sehr von den konkreten Umsetzungslösungen abhängig. Das österreichische Reformmodell ist geeignet, auf besondere Bedürfnisse der Eltern einzugehen. Die Lösungen können an die individuellen Erfordernisse angepasst werden", so Ackerl.

Zum von Frau Staatssekretärin Marek verteidigten Müttergeldvorschlag sagt Ackerl: "In der ÖVP ist scheinbar eine gewisse Panik ausgebrochen, weil die Partei die familienpolitische Kompetenz verloren hat. Mit Vorschlägen wie dem Müttergeld versäumt die ÖVP aber wieder, auf internationale Entwicklungen im Bereich der Familienpolitik und auf die Lebensbedingungen der meisten Eltern in einer zeitgemäßen Art und Weise zu reagieren."

Mit der Reform des derzeitigen Kindergeldmodells Richtung Flexibilisierung entsteht ein, auch im internationalen Maßstab, interessantes Modell der Familienförderung für die erste Lebensphase von Kindern. Das sollte jetzt einmal umgesetzt werden, schloss Ackerl (Schluss) ps/mm

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