ÖH WU: Hohe Dropout-Quote an der WU wäre langfristig vermeidbar

Wien (OTS) - Wenig überraschend sind für die ÖH WU die von den Medien kolportierten Drop-Out-Quoten an der Wirtschaftsuniversität Wien. Die ÖH WU weist schon seit Jahren auf die problematische Situation im WU-Studium hin. "Man kann sich doch nicht ernsthaft ein anderes Ergebnis erwarten, zumal wir am schlechtesten Betreuungsverhältnis Österreichs laborieren. An der WU kommen 250 Studierende auf einen Professor. Die meisten Studierenden brechen das WU-Studium ab, bevor sie das erste Mal mit einem Professor persönlich gesprochen haben. Es ist eine Frage der Fairness uns Studierenden gegenüber, endlich dieses Problem anzugehen! Dass die Qualität des WU-Studiums unter diesen Umständen nicht ewig auf dem aktuellen Niveau zu halten ist, bedarf wohl keiner weiteren Erklärung. Allerdings sollen nicht die Studierenden weniger, sondern muss die Anzahl der Universitätslehrer größer werden," so Benedikt Rettenbacher (AktionsGemeinschaft WU), Vorsitzender der ÖH WU.

Ein weiteres großes Problem ist, dass viele Studierende mit falschen Erwartungen an die WU kommen. Betriebswirtschaftslehre gehört sicherlich zu den Populärstudien, welche von so manchem Maturanten einfach einmal 'ausprobiert' wird. Das Erwachen ob der komplexen und oft anspruchsvollen Inhalte kommt dann innerhalb der ersten zwei Semester und führt dann bei so manchem Studienanfänger zu einem Studienwechsel. Das Unterrichtsministerium könnte hier mit entsprechenden Informationen an den Schulen von Anfang an die Perspektiven der Maturanten in ein realitätsnäheres Licht rücken. "Die ÖH WU bemüht sich in den zahlreichen Tutorien am Beginn jeden Semesters, die Studienanfänger auf die reale Situation an der Universität vorzubereiten. Aber oft ist es eben dann schon zu spät, den die vermeintlich richtige Studienwahl ist zu diesem Zeitpunkt schon getroffen," meint Benedikt Rettenbacher.

Besonders die Studieneingangsphase im ersten Jahr ist überproportional selektiv. "Während des ersten Studienjahres," so Benedikt Rettenbacher weiter "herrscht an der WU moderner Darwinismus, wo nur die Härtesten oder Glücklichsten durchkommen und die Motiviertesten trotz der schwierigen Bedingungen ausharren." Hat man das einmal überstanden, beginnt das Studium in einem universitären Sinne und die Abbrecherrate tendiert im zweiten Abschnitt gegen Null. Die ÖH WU fordert einmal mehr zusätzliches Lehrpersonal und somit eine Verbesserung der Betreuungssituation an der WU!

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