Kaltenegger: Agrardiesel muss bleiben

ARBÖ soll parteipolitisch motivierte Taktiererei bleiben lassen

Wien (AIZ) - "Die Umsetzung des sogenannten Agrardiesels mit der Steuerreform 2004/2005 war ein steuerlicher Meilenstein für unsere Landwirtschaft. Der Agrardiesel wurde in Österreich bekanntlich deshalb eingeführt, um unseren Bäuerinnen und Bauern faire Wettbewerbsbedingungen gegenüber ihren EU-Kollegen zu bieten. In der Landwirtschaft verwendeter Diesel wurde in anderen EU-Ländern großteils weit niedriger besteuert als in Österreich", erklärt der Direktor des Österreichischen Bauernbundes, Fritz Kaltenegger, zu den jüngsten Forderungen der SPÖ-nahen Autofahrerorganisation ARBÖ, dieses "Steuerprivileg" unter die Lupe zu nehmen und den Agrardiesel letztendlich abzuschaffen.

"Die Forderungen des ARBÖ halte ich daher für verantwortungslos und parteipolitisch motivierte Taktiererei", zeigt sich Kaltenegger empört. "Wir werden es nicht zulassen, dass die heimische Landwirtschaft und damit unsere Bäuerinnen und Bauern mit solchen Aussagen weiterhin in Misskredit gebracht werden. Der Bauernbund wird keinen Klassenkampf zulassen, der auf dem Rücken unserer Landwirte ausgetragen wird. Wir haben lange für die Einführung des Agrardiesels gekämpft, denn so halten wir unsere bäuerlichen Betriebe fit für den Wettbewerb in Europa", betont der Direktor.

Leider lasse der ARBÖ immer wieder mit derartigen Äußerungen aufhorchen. "Diese Autofahrerorganisation hat mehrmals die österreichische Biotreibstoff-Strategie und damit verbunden die Beimischung von Biodiesel zu normalem Diesel kritisiert - der ARBÖ etabliert sich als klassenkämpferischer Verhinderungs-Club der Fossil-Lobby", so Kaltenegger.
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