Khol: "Erbschaftssteuer eine unnötige Belastung für die junge Generation"

Erbschaftssteuer trifft vor allem kleine bis mittlere Einkommen

Wien (OTS) - Die Erbschaftssteuer abzuschaffen, würde keineswegs bedeuten, dass man "Geld zum Fenster hinausschmeißen würde", betonte Dr. Andreas Khol, der Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, in Reaktion auf Aussagen von Finanzstaatssekretär Christoph Matznetter. "Die Erbschaftssteuer trifft nur die kleinen und mittleren Einkommen, die großen können es sich ohnehin richten", so Khol weiter: "Eine Abschaffung der Erbschaftssteuer würde klarerweise die jüngere Generation unterstützen - viele Ältere haben Ihr Leben lang gespart, um ihren Kindern und Enkeln unter die Arme greifen zu können."

Den Vorschlag, eine Freigrenze von 365.000 Euro im Jahr einzuführen, beurteilt Andreas Khol als wenig zielführend: "Dann würden nur noch rund 100 zu versteuernde Erbfälle im Jahr übrig bleiben. Die Einnahmen würden gerade mal 20-30 Mio. Euro betragen." Im Übrigen sei die von Matznetter genannte Zahl von 140 Millionen Euro als Einnahme aus der Erbschaftssteuer nicht korrekt, so Khol, die Einnahmen aus der Erbschaftssteuer betragen nur 80 Millionen. Der Vorwurf, eine Abschaffung würde nur die "Superreichen" entlasten, sei nicht korrekt, so Khol: "Wer über ein größeres Vermögen verfügt, richtet es sich derzeit sowieso, getroffen werden vor allem die kleineren und mittleren Einkommen, vor allem Bauern und kleinere Unternehmer."

Bei einer Steuerquote von über 41% sei es ganz einfach sozial gerecht, die Erbschaftssteuer abzuschaffen: "Davon würden gerade die Jüngeren profitieren. Wir würden mit einer Abschaffung der Erbschaftssteuer also nicht dem Staat etwas wegnehmen, sondern den Jungen etwas geben", so Khol. Dies sei zudem gerade auch im Interesse der älteren Generationen: "Viele Seniorinnen und Senioren können nicht verstehen, warum ihr jahrelang Angespartes, das bereits einmal versteuert wurde, noch einmal versteuern müssen. Viel lieber würden sie den Jüngeren helfen, daran sollte man sie nicht hindern", so Khol abschließend.

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