Lebensmittelpyramide: Sichere Basis - Bio an der Spitze

Hohes Bewusstsein der Bauern - Umfrage: 84% sehen Qualität als größte Chance

Wien (AIZ) - Die österreichische Lebensmittelpolitik sorgt für eine Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln auf einer sicheren Basis, indem sie das Modell einer Pyramide verfolgt. Die breite und sichere Basis der Pyramide bilden jene Lebensmittel, die alle strengen gesetzlichen Auflagen erfüllen. Die zweite Stufe baut auf Produkte wie "kontrollierte Gütesiegel-Qualität", die darüber hinaus noch weiteren strengeren Kriterien genügen, und die Spitze der Pyramide bilden die Bio-Lebensmittel. Auch die heimischen Landwirte haben ein stark ausgeprägtes Bewusstsein ausgebildet: 84% sehen laut einer 2005 von Gallup Österreich durchgeführten Umfrage unter knapp 400 Bauern die mit Abstand größte Chance der Landwirtschaft für die Zukunft in der Qualitätsproduktion.

Die sichere breite Basis der Lebensmittelpyramide sind jene Produkte, die den gesetzlichen abgesicherten Grundstandards entsprechen. Für sie gelten alle Grundvoraussetzungen qualitativ einwandfreier Lebensmittel. Grundlage der Produktion sind die gesetzlichen Vorgaben. Österreich hat dafür sehr gute Voraussetzungen, etwa dadurch, dass das schon über die gesetzlichen Mindeststandards hinausgehende Umweltprogramm von den Bauern praktisch flächendeckend angenommen wird.

Kontrollierte Gütesiegel-Qualität - Europäische Kennzeichnung regionaler Qualität gefordert

Die zweite Stufe enthält jene Produkte, die für eine steigende Zahl an Konsumenten attraktiv sind, weil sie über die gesetzlichen Standards hinaus Eigenschaften oder Informationen wie etwa Herkunftsangaben oder bestimme Produktionsverfahren beinhalten. Diese "kontrollierte Gütesiegel-Qualität" ist angesichts der naturnahen Produktionsweisen in der Landwirtschaft und attraktiver Regionen als Wachstumssegment für die österreichische Lebensmittelwirtschaft anzusehen. In diesem Segment findet das AMA-Gütesiegel mit seinen Garantien der Prozesskontrolle "from stable zu table", klaren, strengen und detaillierten Qualitäts- und Herkunftsregulativen sowie hohen Tierschutzstandards ebenso Platz wie eine breite Palette von zertifizierten (kontrollierten) Produkten. Das Landwirtschaftsressort strebt, wie es jüngst im Regierungsübereinkommen zwischen SPÖ und ÖVP vereinbart wurde, auch auf europäischer Ebene die Etablierung regionaler und qualitativer Herkunftsbezeichnungen an, um dem Wunsch der Konsumenten nach Regionalität und Qualität entgegenzukommen. Ziel sollte es auch sein, dem Konsumenten Produkte anzubieten, bei denen er durch Zertifikate Sicherheit und leichten Zugang zu Informationen wie über Kontrollmechanismen und Produktionsbedingungen erhält.

Bio bildet Spitze der Pyramide

Die Spitze der Pyramide stellen die biologisch erzeugten Lebensmittel dar. Das Wachstum dieses Segments ist im Wesentlichen vom Kaufverhalten der Konsumenten bestimmt. Die Bio-Dachverbände Österreichs haben gemeinsam mit dem Landwirtschafts- und Umweltressort in einem "Aktionsprogramm Biolandwirtschaft" ihr Arbeitsprogramm festgelegt, damit das Biosegment organisch weiter wachsen kann und Österreich das Bioland Nummer 1 in Europa bleibt.

Umfrage: Bauern stehen in breiter Mehrheit zu Qualitätsbewusstsein

Die Meinungsumfrage des Österreichischen Gallup-Instituts Anfang 2005 unter knapp 400 Landwirten über 18 Jahren brachte als bemerkenswertes Ergebnis das klare und eindeutige Qualitätsbewusstsein der heimischen Bauern: Bei der Frage nach den größten Chancen für die Landwirtschaft in den nächsten zehn Jahren wird mit großem Abstand an allererster Stelle die Qualität (84%) genannt. 30% sehen vor allem Chancen in der modernen Sortenzucht, 28% in der modernen Landtechnik und 21% im Biolandbau.

Endkunde im Direktverkauf "fairster Partner" - Leistungsbewusstsein für Umwelt und Tier

Gefahren für die künftige Landwirtschaft sehen die Befragten unter anderem in Wetterkapriolen, im Handel und in Lebensmittelskandalen. Dabei wird als "fairster Partner" der Endkunde im Direktverkauf gesehen, gefolgt von den Abnehmern in der Gastronomie und der Genossenschaft.

Über 80% der befragten Landwirte betonen übrigens ihre Funktion als Erhalter der Grundwasserressourcen, als Landschaftspfleger und ihre Vorbildwirkung im Umgang mit Tieren.
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