Findeis: Dramatischer Anstieg der Kriminalität in Niederösterreich

Innenministerium muss neue Prioritäten für zusätzliches Personal setzen

St. Pölten, (SPI) - "Der jüngste Anstieg der Kriminalität in Niederösterreich ist dramatisch. Gegenüber dem Februar des Vorjahres stieg die Kriminalität in Niederösterreich um drastische 16,4 % auf 14.757 angezeigte Fälle. Im Vergleichszeitraum fiel gleichzeitig die Aufklärungsquote um 8,9 %, was die Schlusslichtposition aller Bundesländer bedeutet. Die Aufklärungsquote beträgt im Februar 2007 nur mehr 38,8 %, im Vorjahr lag sie noch bei 47,7 %. Obwohl die Polizei insgesamt gut arbeitet und im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles tut was sie kann, geht der Anstieg der Kriminalität ungebremst weiter. Wegen des eklatanten Personalmangels und ihrer Überlastung mit reinen Verwaltungstätigkeiten können sich die ExekutivbeamtInnen der Kriminalitätsbekämpfung nicht mehr in vollem Umfang widmen. Das Innenministerium ist aufgefordert, endlich neue Prioritäten zu setzen - die Exekutive braucht zusätzliches Personal", zeigt sich der Sicherheitssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Hermann Findeis, besorgt über die jüngsten Daten der Kriminalitätsstatistik.****

Vor allem in den Städten gibt es weiterhin große Probleme. Findeis:
"Zusätzliche Einsatzgruppen sind gut und schön und Schwerpunktaktionen sind notwendig und wichtig. Wenn die Beamtinnen und Beamten dann aber aufgrund angehäufter Überstunden zu Hause bleiben müssen, fehlen sie an ihren normalen Dienststellen. Mit einem gleich bleibenden Personalstand werden derartige Aktionen bald wieder der Vergangenheit angehören." Zudem sollte darüber nachgedacht werden, ob die Budgetmittel des Innenministeriums wirklich sinnvoll eingesetzt werden. "Wenn geplant ist, künftig unbemannte Hubschrauber, so genannte Drohnen, bei der Grenzüberwachung zum Einsatz zu bringen, so kostet dies viel Steuergeld. Grundsätzlich ist es positiv, High-Tech-Gerät bei der Grenzüberwachung zum Einsatz zu bringen. Die Frage ist aber berechtigt, ob nicht zuerst zusätzliche Polizistinnen und Polizisten ausgebildet werden sollten, bevor wir wertvolle Budgetmittel für andere Aktionen verplanen. Wenn die Polizei am Boden fehlt, so nützt uns auch die beste ‚Boden-Luftraumüberwachung’ wenig - dann bleiben die Aufnahmen nette Erinnerungsbilder", so Findeis abschließend.
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