Ministeriumseigene Studie beweist Schädlichkeit von Zugangsbeschränkungen

ÖH: Forderung nach Abschaffung erneuert

Wien (OTS) - Die heute veröffentlichten Zahlen zu StudienabbrecherInnen zeigen schwarz auf weiß: "Zugangsbeschränkungen führen zu einer Erhöhung des Dropouts", analysieren Barbara Blaha und Lina Anna Spielbauer vom ÖH Vorsitzteam die ministeriumseigene Evaluierung der Zugangsbeschränkungen.
"Bei einer so beschämend niedrigen AkademikerInnenquote kann sich Österreich schlicht und einfach keine Zugangsbeschränkungen leisten", fordern Blaha und Spielbauer die Abschaffung der vor zwei Jahren eingeführten Beschränkungen.

Nach der letztwöchigen Erkenntnis, dass die Medizin Aufnahmeprüfungen Frauen massiv benachteiligen, zeigt die vom Ministerium in Auftrag gegebene Studie jetzt eine wesentlich höhere Abbruchquote von Frauen. Vor allem an der WU, der Universität des Rektorenchefs ist die Lage besonders dramatisch. "Frauen weisen eine wesentlich höhere Erwerbstätigkeit neben dem Studium als Männer auf, zusätzlich dazu haben sie mehr Betreuungspflichten und daher weniger Zeit für das Studium", so erklären sich Blaha und Spielbauer das Phänomen, "100 Jahre nach der Öffnung für Frauen ist die Universität noch immer ein frauenfeindlicher, männerdominierter Raum."

Abschließend fordern Blaha und Spielbauer: "Die einzige Konsequenz aus dem katastrophalen Ergebnis dieser Evaluierung kann sein, dass Zugangsbeschränkungen wieder abgeschafft werden."

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