Kinderfreunde kritisieren "skurrile Debatte um Müttergeld"

Zur Perspektivengruppe: "Schlechte Aussichten für Familien!"

Wien (SK) - "Die großen Hürden für Familien sind bekannt: Das Kindergeld ist nicht flexibel genug. Das System fördert die aktive Beteiligung der Väter zu wenig, und die Betreuungs- und elementaren Bildungseinrichtungen reichen weder qualitativ noch quantitativ. Auf diese realen Probleme der Familien mit einem Müttergeld zu antworten, ist eine besonders unoriginelle Idee des 'Perspektiventrios' Pröll, Strache und Westenthaler", so Josef Ackerl, Bundesvorsitzender der Österreichischen Kinderfreunde am Montag. ****

"Wem ist im 21. Jahrhundert dieser Begriff, der Väter aus den Familien ausgrenzt, überhaupt eingefallen? Welcher ökonomischer Hausverstand will heute noch die Berufstätigkeit der Frauen verhindern? Die Müttergeldforderung ist dermaßen skurril, dass es nicht verwunderlich ist, wenn sich auch ÖVP intern die meisten angesichts dieser inhaltlichen Rückentwicklung an den Kopf greifen", so Ackerl, Bundesvorsitzender der Österreichischen Kinderfreunde.

Der Vorschlag bedeutet nichts anderes, als dass knapp 800 Euro Kindergeld pro Monat sechs Jahre lang ausbezahlt werden sollen. Diese Milliarden Euro kann der Staat nicht zahlen. Und wenn er es täte, wäre für Bildung und Kindergarten kein Geld mehr da. "Die Auswirkungen für die Frauen und für die Wirtschaft wären katastrophal - eine partnerschaftliche Erziehung unmöglich."

Die neue Bundesregierung habe im Regierungsprogramm einige Probleme aufgegriffen. Die Kindergeldflexibilisierung soll, wie von den Kinderfreunden vorgeschlagen, in Angriff genommen werden. Das reformierte Kindergeldmodell könnte tatsächlich eine beispielgebende Regelung auch für andere europäische Länder werden, weil sie den Eltern eine Wahlfreiheit einräumt und gleichzeitig die Väterbeteiligung und den rechtzeitigen Wiedereinstieg in das Berufsleben begünstigt.

Die Kinderfreunde haben aber darüber hinausgehende Forderungen:
Verstärkte Väterforderung, vor allem mit dem Vaterschutzmonat, und ein verbindliches Rahmengesetz für Kinderbetreuungseinrichtungen. (Schluss) ah/mp

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