Bundesobmann Amann zur neuen Facharbeiterverordnung: Zur kurzfristigen Lösung ja, auf längere Zeit braucht es nachhaltige Lösungen!

Hat Bartenstein bis jetzt geschlafen?

Wien (OTS/RFW) - Der RFW-Bundesobmann und Wirtschaftssprecher im Vorarlberger Landtag, KO Ing. Fritz Amann, glaubt zwar, dass die neue Facharbeiterverordnung vielleicht kurzfristig einen Ausgleich schaffen kann, auf längere Zeit es aber nachhaltigere Lösungen braucht. "Auch wenn in einzelnen Segmenten, wie z.B. bei den Schweißern, die Abdeckung des Fachkräftemangels durch "Quasi-Saisonniers" sinnvoll erscheint, kann und darf es nicht der Weisheit letzter Schluss sein," so Amann wörtlich.

Schließlich sei den Verantwortlichen auf Bundesebene, allen voran ÖVP-Minister Bartenstein, schon längst bekannt, in welchen Branchen Betriebe mit einem Fachkräftemangel zu kämpfen haben. Amann ortet in diesem Zusammenhang große Versäumnisse in Wien, da nicht einmal der Versuch unternommen wurde, Konzepte für eine nachhaltige Lösung der Problematik zu erarbeiten.

Das erst jetzt erfolgte Abfassen eines Briefes an das AMS, mit der Bitte doppelt so viele Facharbeiter wie bisher auszubilden, also 10.000, werfe die Frage auf, ob Bartenstein bisher geschlafen habe. Hier hätten längst Maßnahmen gesetzt werden können und sollen. Es könne doch nicht sein, dass wir einerseits mit Arbeitslosigkeit kämpfen, andererseits einen Facharbeitermangel beklagen und dieser dann mit Arbeitskräften aus dem Ausland kompensiert wird. Offensichtlich produziere das AMS nach wie vor am Arbeitsmarkt vorbei, was leider die von freiheitlicher Seite immer wieder vorgebrachte Kritik bestätige.

Als weitere Maßnahmen fordert Amann erneut die Lockerung der Zumutbarkeitsbestimmungen beim Bezug von Arbeitslosengeld sowie - als Lösung mit der nachhaltigsten Wirkung - verstärkte Investitionen in Aus- und Weiterbildung. Stetiges Lernen und eine vermehrte Mobilität sind die Anforderungen, die der Arbeitsmarkt zunehmend an die Menschen stellt und davon können sowohl Unternehmer und Arbeitnehmer profitieren, so der RFW-Bundesobmann und Wirtschaftssprecher abschließend. (Ende)mb

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