Indien: Volkshilfe und FörderInnen überzeugen sich Vorort von erfolgreichem Verlauf der Tsunami-Hilfe

Wien (OTS) - Mehr als 200.000 Menschen waren vom Tsunami
betroffen, der am 26. 12. 2004 über die Ostküste Indiens hereinbrach. Gut zwei Jahre nach dem Unglück stehen nunmehr alle Hilfsprojekte der Volkshilfe in der indischen Region Nagapattinam vor erfolgreichem Abschluss, mehr als 72.000 Überlebende in der Projektregion profitieren von den verschiedenen Aktivitäten. Eine Delegation der Volkshilfe, begleitet von MedienvertreterInnen und FörderInnen, ist derzeit in der Region, um sich mit eigenen Augen von den Erfolgen der vielfältigen Hilfsmaßnahmen zu überzeugen sowie weitere, langfristige Projekte für die Menschen in Südostindien vorzubereiten.

"Gemeinsam mit den Volkshilfe Landesorganisationen, unseren vielen Spenderinnen und Spendern, institutionellen Geldgebern und nicht zuletzt durch Mittel aus der Aktion Nachbar in Not konnten wir viel für die Überlebenden erreichen. Ihnen allen gilt unser Dank. Da wir bei unserer Besichtigungs- und Begegnungsreise zu den Projekten von JournalistInnen begleitet werden, hoffen wir, dass durch die mediale Berichterstattung auch alle SpenderInnen erfahren können, dass ihre Hilfe dort ankommt, wo sie dringend nötig war und ist.", erläutert Volkshilfe Präsident Josef Weidenholzer die Gründe für die Reise in die Projektregion.

Ergänzend dazu Volkshilfe Bundesgeschäftsführer Erich Fenninger. "Der Volkshilfe ist es wichtig, dass alle, die zum Gelingen der Hilfsmaßnahmen beigetragen haben, auch erfahren und sehen können, dass diese Hilfe angekommen ist. Denn die Volkshilfe wird sich auch nach Beendigung aller Programmelemente der Tsunami-Hilfe weiter für die Menschen hier engagieren. Denn es reicht nicht, einen Status herzustellen, wie er vor der Flutwelle bestanden hat, wir wollen die Lebensumstände und Chancen für die Menschen hier langfristig verbessern."

Diese langfristige Hilfe wurde schon bisher in den Planungen und in der Umsetzung der Tsunami-Hilfe beachtet, etwa durch einen Bildungsschwerpunkt in der Region Nagapattinam. So entstand in Kooperation mit dem Betriebsrat und der Belegschaft der voestalpine ein Ausbildungszentrum, in dem ab August 2007 die ersten StudentInnen in Zukunftsbranchen eine fundierte und anerkannte Ausbildung erhalten werden. Für den Konzernbetriebsrat der voestalpine nimmt Michael Niedermair an der Reise teil, nicht zuletzt um den Kolleginnen und Kollegen, die dieses Projekt ermöglicht haben, vom Fortschritt aus erster Hand berichten zu können. Aber auch bei der medizinischen Versorgung insbesondere der ländlichen Bevölkerung plant die Volkshilfe ein langfristiges Engagement, etwa durch eine mobile Klinik, die in Kooperation mit der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit schon bisher mehr als 14.500 Behandlungen durchführen konnte. In den ländlichen Regionen ist die Kindersterblichkeit in Indien um über 50 Prozent höher als in urbanen Regionen, Medikamente sind für einen Großteil der Menschen unleistbar. Mehr als die Hälfte der ländlichen Bevölkerung lebt von weniger als 20 Euro im Monat.

Jörg Ruminak, Leiter des ORF-Humanitarian-Broadcasting, vertritt die Aktion "Nachbar in Not" bei dieser Besichtigungsreise, weitere TeilnehmerInnen kommen von fördernden Organisationen des internationalen NGO-Netzwerkes solidar.

Ein aktueller Zwischenbericht zu allen Programmelementen steht auf der Homepage der Volkshilfe zum Download bereit
(http://www.volkshilfe.at/humanitaerehilfe).

Spendenkonto: PSK 1.740.400; Kennwort: Indien

Gerne vermitteln wir für Medien Interviewgelegenheiten mit den TeilnehmerInnen an der Projektreise.

Rückfragen & Kontakt:

Rainer Stoiber
E-Mail: stoiber@volkshilfe.at
T.: 0676 834 02 216

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