Hofer: Gentechnik: Von Lebensmittelsicherheit weit entfernt

Gesundheitsschutz der Verbraucher nachhaltig in Frage gestellt

Wien (OTS) - NAbg. Ing. Norbert Hofer, FPÖ-Umweltsprecher mahnt
die Österreichische Bundesregierung zu mehr Kritik an der EU-Gentechnik-Politik: Der EU-Agrarministerrat hätte im Dezember 2006 die bestehenden österreichischen Gentechnik-Verbote zwar bestätigt, durch den Beitritt Rumäniens würde deren Wert aber neuerlich in Frage gestellt. Rumänien verfüge über ausgedehnte Anbauflächen für gentechnisch veränderte Nutzpflanzen. Diese würden weiterhin einer Verwertung zugeführt und der Verdacht liege nahe, dass sie dann in veränderter Form, trotz geltender Verbote, in den Handel gelangten.

Die neue Bio-Verordnung der EU würde eine neunmal höhere Verunreinigung von biologischen Lebensmitteln erlauben, als bislang gültig. Das wäre als Hinweis auf die steigende politische Akzeptanz von Auskreuzungen und damit der gentechnischen Kontamination als gentechnikfrei deklarierter Ackerflächen zu bewerten - trotz der berechtigten Vorbehalte, die über 80 Prozent der Europäer gegenüber der Grünen Gentechnik anmelden würden, zeigt Hofer auf.

"Neben der lückenhaften Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel, von der tierische Produkte ausdrücklich ausgenommen sind und der, mit bedenklichen Dünge- und agrochemischen Pflanzenschutzmitteln arbeitenden Intensivlandwirtschaft, sowie den fragwürdigen Haltungs- und Fütterungsmethoden der Massentierhaltung wird die Qualität unserer Lebensmittel auch vom globalisierten Warenverkehr beeinträchtigt", gibt der freiheitliche Umweltsprecher zu bedenken.

Immer häufiger müssten in mitteleuropäischen Spitälern Lebensmittelinfektionen behandelt werden, die in unseren Breiten bislang unbekannt waren. Obwohl sich die Erkrankten niemals in den Herkunftsregionen der Krankheitsauslöser aufhielten, ließe sich der unappetitliche Übertragungsweg nachvollziehen. So gelangten unter anderem auch verschiedenste Keime auf Gemüsefelder im Süden Italiens. Von dort würde ihr Weg in mitteleuropäische Restaurants gelangen, wo Gäste, mangelnde Hygiene vorausgesetzt, mit Salat und Co die Krankheitskeime aufnehmen würden.

"Ziel des Lebensmittelsicherheit- und Verbraucherschutzgesetzes (LMSVG) sind der Gesundheitsschutz des Verbrauchers sowie sein Schutz vor Täuschung. Beides wird von den vorgenannten Entwicklungen nachhaltig in Frage gestellt. Und die zuständigen Minister Kdolsky und Pröll zeigen keinerlei Bereitschaft auf diese Herausforderungen zu reagieren", schließt Hofer.

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