Monatliche Kriminalstatistik des BM.I - Februar 2007

Anstieg der Kriminalität gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Wien (OTS) - Von Jänner bis Februar 2007 wurden in Österreich 99.408 Straftaten angezeigt. Das bedeutet eine Steigerung um 8,5 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, aber ein Minus von 2,3 Prozentpunkten gegenüber dem Jännervergleich.

Ähnlich verhält es sich mit der Aufklärungsquote. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Rückgang von 2,3 Prozentpunkten festzustellen - im Vergleich vom Jänner 2006 zu Jänner 2007 war noch ein Rückgang von 4,3 Prozentpunkten zu verzeichnen.

In Betrachtung dieser Zahlen ist besonders darauf hinzuweisen, dass es ich dabei um den Vergleich eines sehr kurzen Zeitraumes handelt, der nicht sehr aussagekräftig ist. Daraus abzuleiten, dass die Kriminalität in Österreich generell steigt wäre unrichtig, da die Kriminalstatistik nicht den Tatzeitpunkt abbildet, sondern den Moment der Anzeigerstattung an die Staatsanwaltschaft. Die aktuellen Analysen und Aufzeichnungen zeigen derzeit sogar einen Rückgang des Kriminalitätsanfalles, der dann in den kommenden Monaten auch in der Kriminalstatistik seinen Niederschlag finden wird.

Trotzdem geben die Ergebnisse der Kriminalstatistik wichtige Hinweise für neue Strategieansätze bei der Kriminalitätsbekämpfung. Daher werden bei den regelmäßigen Evaluierungen der Kriminalitätsbekämpfungsstrategien vor allem jene Delikte, bei denen eine Steigerung festzustellen ist, wie zum Beispiel Sachbeschädigung, Einbruchsdiebstahl, Schlepperei, leichte Körperverletzungen und Suchtgiftdelikte, im Vordergrund stehen.

"Diese Statistik und die aktuellen Analysen zeigen, dass die sofort nach der Veröffentlichung der Vormonatsstatistik eingeleiteten Maßnahmen zu wirken beginnen. Unsere Strategie, den Ursachen der Steigerung sofort auf den Grund zu gehen und dann gezielte regionsspezifische Gegenmaßnahmen auszuarbeiten, hat sich als erfolgreicher Weg erwiesen, den wir in den nächsten Monaten mit der gleichen Energie weiter beschreiten müssen", so Innenminister Günther Platter.

Angezeigte Fälle Jän-Feb 2006 Jän-Feb 2007 + / - Jän-Feb in % Wien 35.175 35.602 1,2% Tirol 8.958 9.507 6,1% Vorarlberg 3.322 3.565 7,3% Steiermark 9.619 10.328 7,4% Salzburg 6.259 6.778 8,3% Burgenland 1.337 1.467 9,7% Niederösterreich 12.676 14.757 16,4% Kärnten 4.168 4.907 17,7% Oberösterreich 10.111 12.497 23,6% ÖSTERREICH 91.625 99.408 8,5%

Geklärte Fälle Jän-Feb 2006 Jän-Feb 2007 + / - Jän-Feb
in %

Oberösterreich 5.159 6.171 19,6%
Salzburg 2.026 2.294 13,2%
Tirol 3.421 3.819 11,6%
Vorarlberg 1.664 1.857 11,6%
Kärnten 2.062 2.252 9,2%
Burgenland 739 787 6,5%
Steiermark 4.490 4.579 2,0% Niederösterreich 6.047 5.722 -5,4%
Wien 10.686 9.656 -9,6%

ÖSTERREICH 36.294 37.137 2,3%

Aufklärungsquoten Jän-Feb 2006 Jän-Feb 2007 + / - Jän-Feb %punkte Vorarlberg 50,1% 52,1% 2,0 Tirol 38,2% 40,2% 2,0 Salzburg 32,4% 33,8% 1,5 Burgenland 55,3% 53,6% -1,6 Oberösterreich 51,0% 49,4% -1,6 Steiermark 46,7% 44,3% -2,3 Wien 30,4% 27,1% -3,3 Kärnten 49,5% 45,9% -3,6 Niederösterreich 47,7% 38,8% -8,9 ÖSTERREICH 39,6% 37,4% -2,3

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Inneres
Mag. Michaela Huber
Tel.: 01 - 53 126 - 2017Bundeskriminalamt
Oberst Gerald Hesztera
Tel.: 0664/323 00 16

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NIN0001