Neues Volksblatt: "Schul-Taumel" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 9. März 2007

Linz (OTS) - Als Blockade und Verzögerungstaktik wurden von der SPÖ in Vorwahlzeiten diverse Warnungen der ÖVP, dass eine Senkung der Klassenschülerhöchstzahl eine gewisse Vorbereitungszeit braucht, abgetan. Jetzt, wo sie selbst die Ressortverantwortung trägt, gerät die SPÖ-Schulpolitik ins organisatorische Schwimmen. Kapazitätspro-bleme an diversen AHS zählen da ebenso dazu wie Unklarheiten zum Lehrerbedarf. Dass Ministerin Schmied nun erste Aussagen, wonach allein die Senkung der Klassenschülerzahl 1500 Pädagogen mehr nötig macht, quasi uminterpretieren muss, weil bei der Erst-Rechnung die Zahl der Kinder ausgeblendet wurde, wirkt jedenfalls unprofessionell. Was übrigens für das gesamte Bild gilt, das - nach ihren vollmundigen Wahlkampfankündigungen - nun die reale Schulpolitik der SPÖ liefert. Ob es um die Frage einer zu frühen Entscheidung zwischen AHS und Hauptschule geht, um Förderungen für hochbegabte Kinder oder solche mit Teilleistungsschwächen oder darum, wie die in Wien praktisch kaputten Hauptschulen wieder flott gemacht werden können - von der SPÖ kommt de facto nichts. Große Bildungsreformer sehen anders aus.

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