Plassnik: "EU verordnet sich Fastenkur"

Außenministerin beim Europäischen Rat in Brüssel zum Thema Energie und Klimaschutz

Wien (OTS) - "Wir werden bei diesem Gipfel ein starkes Signal an unsere Gesellschaft und an die Wirtschaft schicken, aber auch ein starkes Signal an die internationale Gemeinschaft. Wir wollen auch in Zukunft globaler Trendsetter und Wegbereiter bei umweltschonenden und emissionsarmen Technologien sein", sagte Außenministerin Ursula Plassnik im Vorfeld des Europäischen Rates in Brüssel, bei dem die Themen Klimaschutz und Energie im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen.

"Die EU verordnet sich bei diesem Frühjahrsgipfel eine Fastenkur. Die Dosis lautet: 2 mal 20 - minus 20% für Treibhausgase und minus 20% beim Energieverbrauch durch Energiesparen. Gleichzeitig wollen wir rauf mit erneuerbaren Energien um 20%. Denn die beste Energie ist die, die man nicht verbraucht", unterstrich Plassnik.

"Neben sauberer und sparsamer Energie, brauchen wir vor allem sichere Energie. Gerade für die Sicherheit der Energieversorgung ist konsequente außenpolitische Arbeit notwendig. Europa muss in den Beziehungen mit seinen strategischen Energiepartnern mit einer Stimme sprechen", betonte Plassnik. Die Ministerin verwies dabei auf die Nabucco-Pipeline, die auf Betreiben Österreichs vom Europäischen Rat als prioritäres Energieprojekt bestimmt werden wird. Neben den transatlantischen Beziehungen und den Beziehungen zu Russland sei insbesondere die enge Zusammenarbeit mit der 3. Welt wichtig. "Gerade in den Beziehungen mit Schwellen- und Entwicklungsländer haben wir die Aufgabe, Nachhaltigkeit und umweltgerechte Lösungen durch erneuerbare Energien zu fördern", so Plassnik.

In Bezug auf Atomenergie erinnerte die Außenministerin auf die klare ablehnende Haltung Österreichs. "Atomenergie ist für uns keine nachhaltige Energiequelle. Wir haben durch unseren konsequenten und beharrlichen Einsatz in der EU bereits einiges erreicht. So konnte in den vergangenen Beitrittsverträgen die endgültige Schließung von mehreren Atomreaktoren des Tschernobyl-Typs in den neuen Mitgliedsländern durchgesetzt werden. Österreich wird diesen Weg unbeirrt fortsetzen", unterstrich Plassnik abschließend.

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