ÖSTERREICH: Bildungsministerin will Verordnung über Schul-Zuweisung neu gestalten

Hunderte Schüler kommen nicht in die Wunsch-AHS

Wien (OTS) - Bildungsministerin Claudia Schmied will mit Schuljahr 2008/2009 die Verordnung zur Zuteilung von Volksschulkindern an die AHS-Unterstufe neu gestalten.

Im Interview mit der morgigen (Freitag-) Ausgabe der Tageszeitung ÖSTERREICH sagte die Ressortchefin: "Der jetzige Prozess ist im Laufen und wird entsprechend abgeschlossen. Ich plane, mir diese Verordnung genau anzuschauen. Vor allem ist der Druck auf die Lehrer enorm, denn es wird so zu einer grundsätzlich Entscheidungsfrage für die Schüler. Das möchte ich neu gestalten". Die Ministerin reagiert damit auf die derzeitige Situation, in der in Wien 660 Volkschulkinder von ihrer Wunschschule abgewiesen wurden, in Niederösterreich warten 700 auf einen Platz.

Eine neue Verordnung würde allerdings erst für das Schuljahr 2008/2009 gelten. Und grundsätzlich: "Es ist überhaupt die Frage, ob diese Entscheidung mit zehn Jahren ein guter Zeitpunkt ist".

Volksschulkinder wurden von ihrer Wunschschule auch dann abgewiesen, wenn sie nur "sehr gut" im Zeugnis haben. Aufgrund des enormen Andrangs besonders an die AHS dürfen die Schulen auch 28 Kinder statt 25 pro Klasse aufnehmen. Ministerin Schmied betont, dass sie immer versucht habe klarzumachen, dass es sich bei der Zahl 25 nur um einen Richtwert handle. "Wir nähern uns den 25 mit Bedacht".

Rückfragen & Kontakt:

Fellner Media

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FEL0002