ÖGB-Bundesvorstand beschließt Solidaritätsadresse an KiK-Beschäftigte

Verurteilung des Versuchs, eine faire und demokratische Betriebsratswahl zu verhindern

Wien (ÖGB) - Die Versuche, beim Textildiskonter KiK eine faire und demokratische Betriebsratswahl zu verhindern, wurden vom heutigen ÖGB-Bundesvorstand einstimmig verurteilt. Den Beschäftigten wurde volle Solidarität zugesichert.++++

Die Solidaritätsadresse im Wortlaut:

Seit eineinhalb Jahren versuchen die Beschäftigten beim Textildiskonter KiK, einen Betriebsrat zu wählen. Die Geschäftsführung von KiK lässt seitdem nichts unversucht, um eine Wahl zu verhindern. Wie notwendig eine betriebliche Interessensvertretung ist, zeigen die zahlreichen Missstände: Vor-und Nacharbeiten werden nicht korrekt bezahlt; es fehlen WCs; die Filialen sind personell unterbesetzt; Arbeitszeiten werden willkürlich verändert.

Der ÖGB-Bundesvorstand verurteilt den jüngsten Versuch, eine faire, demokratische Betriebsratswahl bei KiK zu verhindern. Die Liste Andreas Fillei "Wir sind KiK" wurde vom Wahlvorstand mit fadenscheinigen, rechtswidrigen Begründungen nicht zur Betriebsratswahl zugelassen. Nach der Entlassung und dem per Gerichtsbeschluss aufgehobenen Hausverbot gegen Kollegen Fillei ist dies ein neuerlicher Versuch, den Beschäftigten eine demokratische Wahlmöglichkeit vorzuenthalten. Eine Wahl, bei der nur eine Liste des Assistenten der Geschäftsführung kandidiert, ist keine faire Wahl.

Der ÖGB-Bundesvorstand fordert den Wahlvorstand auf, die Entscheidung zurückzunehmen und die Liste von Kollegen Andreas Fillei "Wir sind KiK" zur Wahl zuzulassen. Der ÖGB-Bundesvorstand erklärt sich solidarisch mit den Beschäftigten bei KiK und wird sie im Kampf um faire Arbeitsbedingungen und demokratische Mitbestimmungsrechte voll unterstützen.

ÖGB, 8. März 2007 Nr. 178

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