Erstmals Österreicherin Vorsitzende der "Entente Florale Europe"-Jury

Monika Hetsch: Verstehen uns als Botschafter für mehr Lebensqualität

Wien (AIZ) - Mit Monika Hetsch ist heuer erstmals eine Österreicherin Juryvorsitzende der "Entente Florale Europe", dem renommierten internationalen Wettbewerb für Grün und Blumen, dessen Vorbereitungen derzeit bereits in vielen Teilen Europas in vollem Gange sind. Die Entente Florale Europe wird jedes Jahr von der Europäischen Gesellschaft für Blumen und Landschaft (A.E.F.P.) veranstaltet und von den nationalen Vereinigungen maßgeblich mitbetreut. In unserem Land ist das Blumenbüro Österreich für die Organisation und Finanzierung zuständig.

Landschaft, Blumen, Umweltschutz und soziale Einrichtungen bewertet

"Die Entente Florale Europe, die seit 1975 ausgetragen wird, hat sich mittlerweile von einem reinen Blumenschmuckwettbewerb zu etwas viel Umfassenderem entwickelt. Gesamteindruck, umgebende Landschaft, Umweltschutzmaßnahmen und Sauberkeit der teilnehmenden Städte und Dörfer werden dabei ebenso bewertet wie touristische und soziale Einrichtungen. Das absolute Highlight stellt aber nach wie vor der Blumenschmuck dar. Wir, die zwölf Entente Florale-Jurymitglieder, sehen uns als Botschafter für mehr Lebensqualität und mehr Grün im Stadt- und Dorfbild", betont Hetsch, die heuer bereits zum zwölften Mal als ehrenamtliche österreichische Preisrichterin und erstmals auch als Vorsitzende fungiert und das Blumenbüro Österreich in der Jury vertritt.

Hetsch war unter anderem jahrelang in der Dachorganisation des österreichischen Gartenbaus und in der Österreichischen Blumenwerbung (heute Blumenbüro Österreich) tätig. Weiters diente sie als Geschäftsführerin der Wiener Gärtnerinnen und sammelte zudem Erfahrungen im Preisrichterbüro der Wiener Internationalen Gartenschau (WIG) 1964 und 1974. Sie ist nun für zwei Jahre zur Juryvorsitzenden der Entente Florale Europe bestimmt worden, wobei eine Wiederwahl möglich ist.

Sieger aus zwölf Nationen im September in Großbritannien prämiert

Insgesamt nehmen heuer zwölf Nationen - Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Österreich, Slowenien, Tschechien und Ungarn - mit jeweils bis zu einem Dorf und einer Stadt an der Entente Florale Europe teil. Die Jury setzt sich aus Vertretern von Tourismus, Gartenbau, Landschaftsarchitektur, Baumschulen, Architektur und Gartengestaltung zusammen, wobei jedes Land einen Juror entsendet. Diese zwölf Experten reisen zwischen dem 17.06. und 14.08. für insgesamt 41 Tage durch alle zwölf Länder und bewerten die in nationalen Vorentscheidungen ausgesuchten Dörfer und Städte.

Österreich heuer durch steirisches Dorf Donnersbach vertreten

In Österreich werden die Teilnehmer im Jahr zuvor bei den Blumenschmuckwettbewerben der Bundesländer ermittelt und dem Blumenbüro Österreich vorgeschlagen. Die Vorbereitung auf die Entente Florale Europe ist in der Regel mit intensiven Arbeiten verbunden. Diese werden auch vom Blumenbüro Österreich betreut. Die Sieger der Entente Florale Europe 2007 werden dann zwischen dem 20. und 23.09. in der englischen Stadt Harrogate - 2004 selbst Goldmedaillengewinner - feierlich prämiert. Österreich ist heuer durch das steirische Dorf Donnersbach, das rund 1.130 Einwohner zählt, bei dem Wettbewerb vertreten. Heimische Gemeinden und Städte wurden in den letzten Jahren bereits mehrfach mit Gold ausgezeichnet, wie Lienz und Virgen im Jahr 2006, die die höchste Punkteanzahl erreichten.

Völkerverständigung und Verbesserung der Lebensqualität

"Wer einmal miterlebt hat, mit welchem Enthusiasmus und Engagement sich die Einwohner der teilnehmenden Städte und Dörfer gemeinsam auf diesen Wettbewerb vorbereiten, der weiß, welch ungeheuren Wert die Entente Florale Europe hat. Ich selbst bin jedes Jahr sehr stolz darauf, meinen europäischen Kollegen die hervorragenden Leistungen der österreichischen Bevölkerung - maßgeblich unterstützt durch die heimischen Gärtner und Baumschulisten - bei der Entente Florale Europe präsentieren zu dürfen", so Hetsch. Umgekehrt bringe sie auch sehr viele gute Ideen und Anregungen aus dem Ausland wieder mit nach Österreich. "Die Entente Florale Europe dient der Verbesserung der Lebensqualität und auch der Völkerverständigung", sagt die Juryvorsitzende. "Umso mehr würden wir uns freuen, wenn dieser Nutzen für die Gesellschaft in Zukunft auch von der EU anerkannt und gefördert wird", betont Hetsch. Dass der Wettbewerb absolut erfolgreich ist, verdeutlichten nicht nur die positiven Rückmeldungen, sondern auch die Tatsache, dass weitere Länder wie Spanien und die Schweiz ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet haben.

Europäisches Netzwerk von Referenzstädten und -dörfern aufbauen

Ein weiteres Ziel ihrer Tätigkeit sieht Hetsch darin, ein Netzwerk von Referenzstädten und -dörfern der Entente Florale Europe, bestehend aus Gold- und Silbermedaillengewinnern, aufzubauen. "Dieses Netzwerk soll als internationale Plattform dem Erfahrungsaustausch dienen und weitere Regionen dazu animieren, die örtliche Lebensqualität mit gezielten Maßnahmen zu verbessern und für mehr Grün im Landschaftsbild zu sorgen", betont Hetsch. Nähere Informationen sind beim Blumenbüro Österreich, Laxenburgerstraße 367, 1230 Wien, Telefonnummer +43/1/615 12 98, Fax +43/1/615 12 99 oder per E-Mail an nehammer@blumenbuero.or.at erhältlich.
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