AK: Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wird zunehmend zum Konjunkturrisiko

Wien (OTS) - Zuletzt niedrigere Inflation und gestiegene Unsicherheit bei Konjunktur rechtfertigen keinen Zinssschritt=

"Obwohl der Euro gegenüber dem Dollar auf dem höchsten Stand seit eineinhalb Jahren ist, die Ölpreise sich stabilisiert haben und die Inflation in der Eurozone zuletzt deutlich unter das Inflationsziel von zwei Prozent gesunken ist, gefährdet die EZB mit dieser neu-erlichen Zinserhöhung Konjunktur und die Erholung des Arbeitsmarktes, die beide noch auf wackeligen Beinen stehen", sagt AK Direktor Werner Muhm angesichts der mittlerweile siebenten Zinserhöhung seit dem Dezember des Vorjahres, "auslöffeln müssen diese Suppe wieder einmal die Arbeitnehmer. Sie werden durch höhere Kreditzinsen belastet, und es wird damit nicht zur Senkung der Arbeitslosigkeit beigetragen."

Mit dem gestiegenen Eurowechselkurs gegenüber dem Dollar sinken auch die Inflationsprognosen weiter, weil sich Importe verbilligen. Damit ist das Aufwärtsrisiko bei den Preisen wesentlicher geringer einzuschätzen als das Abwärtsrisiko bei der Konjunktur, das trotz der rezenten Erholung aufgrund Unsicherheiten in den USA und den Turbulenzen auf den Kapitalmärkten noch immer hoch ist. Mit der Zinserhöhung gefährdet die EZB die Verfestigung des Aufschwunges und eine nachhaltige Erholung des Arbeitsmarktes.

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