Rübig: Verhandlungsangebot zu Roamingpreisen steht

Expertenhearing zu Roaming im Europäischen Parlament

Brüssel, 8. März 2007 (ÖVP-PD) "Europas Telekom-Unternehmen unterstützen zum großen Teil den von mir und der EU-Kommission gemeinsam vorgetragenen Ansatz: Bei den Roamingkosten ist eine europaweite Preisregelung sowohl auf Großhandels- als auch Endkundenebene notwendig, damit ein funktionierender wettbewerbsfähiger Markt entsteht, der Verbrauchern und Betreibern gleichermaßen zu Gute kommt", sagte heute ÖVP-Europaparlamentarier Dr. Paul Rübig als Berichterstatter des Europäischen Parlaments für die Roamingpreis-Verordnung. Im Rahmen eines von der EVP-ED Fraktion in Brüssel organisierten Hearings diskutierten Experten und Vertreter europäischer Telekom-Betreiber über die Notwendigkeit der Verordnung. Aus Österreich nahm Klaus Steinmaurer von T-Mobile Austria an der Diskussion teil. ****

Mit seinem Bericht, der sowohl eine Preisregulierung auf Endkundenebene als auch für die Großhandelstarife der Netzbetreiber untereinander vorsieht, will Rübig ganz bewusst ein Angebot zur Diskussion und weiteren Verhandlung legen: "Ich will dem Konsumenten ein Angebot machen und erreichen, dass mobiles Arbeiten mit Sprach-und Datentelephonie im Ausland nicht unerschwinglich und intransparent in der Kostenstruktur bleibt. Ich will aber auch der Industrie ein Angebot machen, über das man reden und verhandeln kann. Keine Zwangsregulierung durch einen Zwangstarif ab sofort und für alle, sondern freie Entscheidung für die Konsumenten zwischen ihrem bisherigen Tarifmodell und einem fairen Euro-Tarif, der für jene interessant ist, die im Ausland unterwegs sind", betonte Rübig.

Der Chefverhandler des Europaparlaments fordert in seinem Bericht aber auch das Angebot eines 'All-Inclusive'-Tarifs durch Europas Netzbetreiber: "Eine echte Flatrate ohne Preisgrenze, aber dafür mit allen Funktionen und Optionen inkludiert, zu Hause und in ganz Europa zum selben Preis, Sprach- und Datenübertragung gleichermaßen wie SMS oder MMS: Das wäre doch einmal ein echtes Angebot an mobile Konsumenten", so Rübig. Auch die von allen Teilnehmern des Hearings akzeptierte Regelung auf Großkundenebene soll in einer transparenten Form gleiche Bedingungen für alle Betreiber schaffen, um so den Wettbewerb zu sichern. "Eine einheitliche europäische Preisobergrenze ist auch hier dringend notwendig. Diese Regelung kann und soll meiner Meinung nach ab sofort in dem Moment wegfallen, in dem die Branche einen Börse einrichtet, auf dem die Gesamtheit der Roamingminuten oder Bits gehandelt werden", schlug Rübig vor.

"Eine deutliche Absenkung der Maximalpreise für Endverbraucher ist möglich. Ich will das mit dieser EU-Verordnung erreichen. Ich bin davon überzeugt, eine Mehrheit im Europäischen Parlament hinter meinen Vorschlägen versammeln zu können und ich weiß, dass auch im Rat das Interesse an einer raschen Lösung auf dieser Grundlinie noch vor dem Sommer gegeben ist. In der kommenden Woche werde ich mein Verhandlungsangebot mit konkreten Zahlen präsentieren", sagte Rübig abschließend.

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