Heinzl/Schasching: Parlamentarische Initiative für St. Pöltner Fußballstadion

Aufklärung über angebliche Finanzierungszusage durch den Bund

St. Pölten, (SPI) - In Sachen neues Fußballstadion für die Landeshauptstadt St. Pölten haben die beiden St. Pöltner SPÖ-Mandatare, NR Beate Schasching und NR Anton Heinzl, eine parlamentarische Initiative gestartet. "Immer wieder geistert die Zusage des Bundes zu einer Drittelfinanzierung des in seiner aktuell in der Öffentlichkeit kolportierten Größe rund 30 Millionen Euro teuren Projekts herum. Allein im Bund ist dazu derzeit nichts bekannt - und budgetäre Ansätze fehlen. Wir wollen nun in einer Anfrage an das Bundeskanzleramt Aufklärung darüber, ob eine Finanzierungszusage besteht oder nicht", so Schasching und Heinzl. Ebenso fordern die beiden Abgeordneten Information über den geplanten Betreiber, die notwendige Betriebskostenabdeckung bzw. "Nebenkosten", wie Verkehrsanlagen und Parkplätze. "Kein Stadion in Österreich ist derzeit mit Gewinn zu führen", so die Mandatare.****

"Eine fundierte Diskussion über ein derartiges Projekt ist nur dann möglich, wenn die Fakten auf dem Tisch liegen. Das Projekt ist sicher positiv, wenn die Frage der Finanzierung und der späteren Übernahme der jährlichen Betriebskosten in Übereinstimmung aller Beteiligten gelöst werden kann. Wie vielleicht allzu leichtfertige Großprojekte letztendlich zur Kostenfalle werden können, sehen wir in St. Pölten mit der Tennisarena. Mit Millionenaufwand errichtet steht man nach der ‚Abwanderung’ des ATP-Turniers jedes Jahr vor der großen Herausforderung, Veranstaltungen - unter teils großem finanziellen Aufwand seitens der Landeshauptstadt und des Landes - zu bekommen, die das Stadion und das Sportgeschehen beleben. Bei allem Verständnis für die Euphorie mancher Personen soll doch klar sein, dass hier viel Steuergeld investiert und auch in der Zukunft viel Steuergeld aufgewendet werden muss. Das Stadion zu erhalten und zu beleben ist eine nicht zu unterschätzende Aufgabe. Es ist auch die nahe liegende Frage zu klären, wo denn eingespart werden soll, wenn neue Projekte verwirklicht werden. Vor allem die vielen Hunderten kleinen und mittleren Vereine in und um die Landeshauptstadt, ja in ganz NÖ, dürfen nicht auf der Strecke bleiben. Auch sie brauchen Förderungen, aber Steuer- und Budgetmittel sind schließlich nicht beliebig vermehrbar", so Schasching und Heinzl, die beide auch in Vereinsfunktionen tätig sind.
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