Arbeitskonflikt bei KiK: Betriebsratswahl wird zur Farce

Liste Fillei von der Betriebsratswahl ausgeschlossen

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - Neue Eskalation im Arbeitskonflikt beim Textildiskonter KiK: Die Liste von Andreas Fillei wird mit fadenscheinigen Begründungen vom Wahlzettel gestrichen. Die KiK-Geschäftsführung hat Angst vor einer demokratischen Auseinandersetzung und lässt den Beschäftigten keine Wahl. GPA-DJP Vorsitzender Wolfgang Katzian: "Wir werden den Ausschluss der Liste von Kollegen Fillei bekämpfen. Für den Fall dass sie nicht kandidieren kann, werden wir die Wahl anfechten und eine Neuaustragung durchsetzen" ++++

Der Filialleiter Andreas Fillei wurde nach Einleitung der Betriebsratswahl fristlos entlassen und mit einem Hausverbot belegt. Per einstweiliger gerichtlicher Verfügung wurde das Hausverbot aufgehoben und ihm die Möglichkeit gegeben, an der Betriebsratswahl teilzunehmen. Bei seiner Besuchstour durch die Filialen stieß er auf große Unterstützung und Zustimmung der MitarbeiterInnen.

Der Wahlvorstand hat nun mit fadenscheinigen, rechtswidrigen Begründungen die Kandidatur der Liste Fillei "Wir sind KiK" untersagt. Der Wahlvorstand setzt sich aus dem Assistenten der Geschäftsführung, der Personalverantwortlichen und der Vertriebsverantwortlichen für Österreich zusammen. KiK lässt den Beschäftigten keine Wahl, die einzige Liste die gewählt werden kann, ist die Liste des Assistenten der Geschäftsführung. Die GPA-DJP wird den Ausschluss der Liste Fillei bekämpfen. Für den Fall, dass seine Liste nicht kandidieren kann, wird die Wahl angefochten und eine Neuaustragung beantragt.

In diesem Zusammenhang übt GPA-DJP Vorsitzender Wolfgang Katzian Kritik an Wirtschaftskammer und Politik: "Von der Wirtschaftskammer, insbesondere von der Bundessparte Handel, habe ich bis heute keine Stellungnahme gesehen, wie sie die undemokratische Vorgangsweise eines ihrer Mitgliedsbetriebe bewertet. Wo bleibt die viel gerühmte Sozialpartnerschaft?"

Der Konfliktfall zeige zudem, dass von fairen Rahmenbedingungen für die Beschäftigten im Handel keine Rede sein könne. "Wir zeigen seit Jahren auf, wie unzumutbar die Arbeitsbedingungen im Handel sind. Wir haben jetzt einen konkreten Anlassfall, aber von der Politik kommt null Unterstützung. Im Zusammenhang mit der geplanten Liberalisierung der Öffnungszeiten, muss vor einer Änderung sichergestellt sein, dass es für alle Beschäftigten im Einzelhandel faire Rahmenbedingungen gibt", so Katzian.

ÖGB, 8. März 2007 Nr. 172

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