Frauentag: Bures - "Null Toleranz gegenüber Gewalt an Frauen"

Interventionsstellen ausbauen, Opferschutz stärken

Wien (SK) - "Null Toleranz gegenüber Gewalt an Frauen" - so fasste Frauenministerin Doris Bures ihre Grundeinstellung Donnerstagvormittag anlässlich der Präsentation der Sonderbriefmarke "Keine Gewalt an Frauen" zusammen. Es gelte, das Thema Gewalt an Frauen, das nur zu oft "hinter vier Wänden stattfindet und tabuisiert wird, ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen". Die gesamte Bundesregierung widme sich entschieden dem Kampf gegen Gewalt an Frauen und gebe den Frauen "ganz konkrete Hilfestellungen", so Bures am heutigen Weltfrauentag. Dies umfasse etwa den Ausbau von Interventionsstellen, die Stärkung des Opferschutzes und die Intensivierung der Täterarbeit. ****

Auch die von der SPÖ-geführten Regierung gesetzten Maßnahmen der Pensionserhöhung und der mittels General-Kollektivvertrag abgesicherte Mindestlohn würden die Lebenssituation von Frauen deutlich verbessern, so Bures. Um Gewalt an Frauen effizient zu begegnen, müsse man das Thema publik machen, so Bures, die hier darauf verwies, dass 90 Prozent aller Taten im familiären und häuslichen Bereich erfolgen. Opfer von Gewalt seien überwiegend Frauen, aber auch Kinder seien stark davon betroffen, unterstrich die Frauenministerin. Gewalt an Frauen sei "ganz klar eine Menschenrechts-Verletzung" - umso bedauerlicher sei es da, dass es in der Öffentlichkeit noch immer ein "zu geringes Unrechtsbewusstsein" gibt.

"Sonderbriefmarke macht Auswirkungen von Gewalt sichtbar"

Die heute gemeinsam von der Österreichischen Post AG, der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten und der Universität für Angewandte Kunst Wien präsentierte "Sonderbriefmarke 'Keine Gewalt an Frauen' rüttelt auf und macht die Auswirkungen von Gewalt sichtbar", so Bures zum von Künstler Michael Wegerer entworfenen Sujet, das eine "geschlagene und geschundene Frau" zeigt. Beim Betrachten der abgebildeten Machtlosigkeit entstehe Mitleid, so Bures, die klarmachte, dass es gelte, dieser Machtlosigkeit entschieden gegenüberzutreten. Es gelte, mit allen Mitteln zu verhindern, dass Frauen in Zukunft so oft Opfer von Gewalt sind", bekräftigte die Frauenministerin. Sie wünsche der Sonderbriefmarke eine "möglichst weite Verbreitung, denn wenn sie durch viele Hände geht, kann niemand mehr vom Thema Gewalt an Frauen wegsehen", so Bures.

Vier große - von Frauenministerin Doris Bures und Michael Wegerer - Sujets der Sonderbriefmarke werden zugunsten von "Licht ins Dunkel" versteigert. Die Sonderbriefmarke selbst ist ab heute in einer Auflage von 700.000 Stück in allen Filialen der Österreichischen Post AG erhältlich. (Schluss) mb

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