SJ/VSStÖ/AKS zum Frauentag: Frauenpolitik jetzt!

Taten statt Worte sind gefragt in der Frauenpolitik

Wien (OTS) - "Dringenden Handlungsbedarf" sehen die Sozialistische Jugend (SJ), der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) und die Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS) in Sachen Frauenpolitik. Die drei Jugendorganisationen veranstalteten heute Vormittag vor dem Parlament anlässlich des Weltfrauentages eine Medienaktion, um ihre Forderungen zu unterstreichen.

"Es gibt genügend Baustellen, an denen seit sechs Jahren nicht mehr gearbeitet wurde", stellt Stefanie Vasold, Frauensprecherin der SJ fest. Als Beispiel nennt Vasold den Mangel an Kinderbetreuungsplätzen. Kinderbetreuung müsse vor allem jungen, allein erziehenden und finanziell schwächer gestellten Frauen kostenlos zur Verfügung stehen. Claudia Friesinger, Frauensprecherin der AKS, fügt hinzu: "Auch an der Qualität des Angebots muss dringend gearbeitet werden". Sie fordert die Einführung einer flächendeckenden Ganztagesschule.

"Genug zu tun" gäbe es auch am Arbeitsmarkt. Sylvia Kuba, Vorsitzende des VSStÖ, streicht die miserable Situation an den Universitäten hervor: "Immer noch machen Frauen nur einen Bruchteil der ProfessorInnen aus, nämlich nur 14,2%. Und nach einer Rektorin sucht man vergeblich". Kuba fordert eine quotierte Besetzung in den Personalentscheidungsgremien der Universitäten und finanzielle Zuschüsse nach Frauenanteilen. Aber auch in anderen Arbeitsfeldern fehlt es an frauenfördernden Konzepten. "Die steigende Anzahl an prekär Beschäftigten trifft Frauen meist besonders hart. Hier ist besonderer Schutz für Frauen dringend nötig", so Vasold.

"Junge Frauen, die ins Berufsleben einsteigen brauchen spezifische Förderung und Betreuung um den Arbeitsmarkt auf Dauer gleichberechtigt zu gestalten", so Friesinger. Sie erwartet sich hier von der neuen Frauenministerin Konzepte, um auch Schülerinnen den Weg in männerdominierte Berufsfelder näher zu bringen. "Doris Bures hat viel zu tun. Wir wollen nicht länger auf echte Frauenpolitik warten. Taten, nicht schöne Worte sind jetzt gefragt", sind sich die drei Frauen einig.

Fotos der Aktion sind auf Anfrage erhältlich.

Rückfragen & Kontakt:

SJÖ
Wolfdietrich Hansen
Tel.:01 523 41 23 oder Mobil: 0699 19 15 48 04

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SJO0001