Stiowicek: 382.000 Euro zur Errichtung einer Demenzstation im Seniorenwohnheim Stadtwald

Stadt St. Pölten reagiert auf besondere Herausforderungen

St. Pölten, (SPI) - Etwa sechs Prozent aller Menschen über 65 leiden unter einer Demenz. Bei den über 90-Jährigen sind es sogar 40 Prozent. Die Stadt St. Pölten errichtet nun im Seniorenwohnheim Stadtwald eine Station für die Betreuung und Pflege von demenzkranken BewohnernInnen. Das Land NÖ stellt für die Zu- und Umbaumaßnahmen für 41 Plätze einen Betrag in der Höhe von 382.000 Euro zur Verfügung. Die Gesamtkosten für das Projekt sind ohne Grundkosten mit rund 2, 24 Mio. Euro veranschlagt. "Innerhalb der nächsten 50 Jahre soll sich die Anzahl der Erkrankungen in Österreich um etwa das 2,5-fache auf rund 234.000 ansteigen. Das ‚langsame Vergessen’ wird somit zu einem Problem, das unser besonderes Augenmerk verlangt. Da es nicht nur die Lebensqualität der Erkrankten, sondern auch der betroffenen Familien entscheidend beeinflusst", begrüßt der St. Pöltner SP-Mandatar, LAbg. Mag. Willi Stiowicek, das Engagement der Stadt und des Landes in diesem Zusammenhang.****

Die Stadt St. Pölten hat auf die besonderen Herausforderungen bereits reagiert und nimmt seither eine Vorreiterrolle ein. Im März 2004 wurde eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe in Seniorenwaldheim Stadtwald gebildet und dann im Jänner 2005 eine Versuchsgruppe mit dementen BewohnerInnen des Wohnteils ins Leben gerufen. Mit der Versuchsgruppe wurden derart gute Ergebnisse erzielt, sodass sich zuletzt die Anfragen um Aufnahme weiterer PatientenInnen immer mehr häuften. Um jedoch mehrere Gruppen professionell betreuen zu können, ist die Errichtung eines Zubaues erforderlich.

"Das Ziel in der Therapie von Demenzkranken kann nicht die Normalität sein. Die ist nicht mehr herstellbar, es geht vielmehr um Stressreduktion und Lebensqualität für den kranken Menschen. Die Dementen sollen gefördert, ohne dabei überfordert zu werden. Das Erbringen von Leistung steht nicht im Vordergrund. Die Betreuung und Beschäftigung soll den Selbstwert des Einzelnen steigern und somit seine Lebensqualität erhöhen", so LAbg. Stiowicek abschließend (Schluss) ha

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