ÖVP Wien zum Frauentag: Die Zauberformel heißt leistbare und hochwertige Kinderbetreuung

Wien (VP-Klub) - "Die Zauberformel für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf heißt leistbare und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung. Noch immer ist es eine persönliche und gesellschaftliche Herausforderung für Frauen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen - ohne schlechtes Gewissen und oder gesellschaftliche Vorurteile. Der Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen und gebührenfreier Besuch des Kindergartens zumindest ab dem 3. Lebensjahr ist dafür eine wesentliche Voraussetzung", so die ÖVP Wien Mandatarinnen Ines Anger-Koch und Monika Riha in ihrer Stellungnahme zum heutigen internationalen Frauentag.

Neben dem Faktor Leistbarkeit spielen, so Riha, auch Qualität und Kundenorientiertheit der Kinderbetreuung eine bedeutende Rolle. In Ländern mit einer hohen Frauenarbeitsquote - z.B. Schweden 74%, Finnland knapp 70% - wurde in den qualitativen und quantitativen Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen dem Bedarf entsprechend reichlich investiert. Als interessanter Nebeneffekt stieg auch die Geburtenrate in diesen Ländern schlagartig an, macht VP-Gemeinderätin Riha aufmerksam.

Rechtsanspruch auf leistbaren und qualitativ guten Kindergartenplatz

"In Wien gibt es mehr als 40% AlleinerzieherInnen, vorwiegend Frauen. Damit diese Kind und Beruf vereinbaren können, sind sie auf qualitative Kinderbetreuung angewiesen. Jedes Kind ab dem 1. Lebensjahr sollte in Wien einen Rechtsanspruch auf einen leistbaren und qualitativ guten Kindergartenplatz haben. Ein erster Schritt, dem weitere folgen müssen, könnte dafür die Einführung des letzten Kindergartenjahres gratis sein", schlägt Anger-Koch vor.

Monika Riha ergänzt: "Auch aus bildungspolitischer Sicht ist der Kindergarten enorm wichtig. Er ist die wichtigste Bildungseinrichtung in der Lebensbiographie eines Kindes - auch aus diesem Grund ist der Ausbau und die Gebührenfreiheit des Kindergartens von größter Bedeutung und zu fordern."

"Lernen beginnt nicht erst ab dem 6. Lebensjahr, sondern spätestens ab der Geburt und wie eine Studie von Prof. DDDr. Fthenakis belegt, schneiden Kinder, die bereits in jungen Jahren in qualitativ hochwertigen Institutionen betreut wurden, in der Entwicklung ihrer Kompetenzen besser ab, als Kinder die ausschließlich zu Hause betreut wurden. Der Kindergarten ist eine wichtige Bildungseinrichtung und es ist daher nicht einzusehen, warum der Kindergarten nicht wie die Schule, die ja auch Bildungseinrichtung ist, auch gebührenfrei ist."

1 Euro für Kinderbetreuungsplätze sind 3 Euro für die Wirtschaft

Auch aus volkswirtschaftlicher Sicht würden sich, meint Anger-Koch ergänzend, kostenlose Kinderbetreuungsplätze rechnen: "Studien belegen, dass jeder hier investierte Euro dreifach wieder in die Wirtschaft zurückfließt. Es würden also nicht nur Familien und deren Kinder, sondern die gesamte Wirtschaft des Landes davon profitieren."

"Jede Frau sollte selbst und druckfrei entscheiden können, wie sie ihr Leben mit ihrer Familie und ihren Kindern gestalten möchte. Sie sollte wählen können, wie lange sie mit ihrem Kind zu Hause bleiben will und wann sie in den Beruf zurückkommen möchte. Dazu ist es notwendig, dass ihr genügend qualitativ hochwertige, und vor allem leistbare Kindergartenplätze zur Verfügung stehen, sodass Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf unterstützt werden. Daher ist nicht nur ein Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, sondern auch eine stufenweise Abschaffung der Kindergartengebühren notwendig - als erste Stufe davon das letzte Kindergartenjahr gratis, wie es bereits seit mehreren Jahren von der ÖVP gefordert wird", fassen Ines Anger-Koch und Monika Riha ihre Forderungen zusammen.

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