AMS fördert die Gleichstellung von Frauen am Arbeitsmarkt

Starker Anstieg der Frauenbeschäftigung seit 1996 - Deutlicher Rückgang der Frauenarbeitslosenquote sank - "Halbe-Halbe" ist in der Arbeitsmarktförderung bereits Realität

Wien (OTS) - Von 1996 bis 2006 stieg die Zahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt um rund 234.000 oder 7,7 % auf insgesamt 3.280.900. Rund 89 Prozent des Beschäftigungszuwachses entfielen auf Frauen. Parallel dazu sank die nach nationalen Kriterien errechnete Arbeitslosenquote der Frauen von 7,3 auf 6,4 %, während die der Männer von 6,9 % im Jahr 1996 auf 7,1 % im Jahr 2006 leicht anstieg. Die durchschnittliche Arbeitslosendauer von Frauen lag 1996 noch bei 138 Tagen (Männer: 119) und konnte im Jahr 2006 auf 99 Tage gesenkt werden. "Ungeachtet der steigenden Erwerbsbeteiligung von Frauen sind die Chancen von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt ungleich verteilt. Die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt zu fördern, ist eine wesentliche Aufgabe des AMS. Mit der Einführung des Gender Mainstreaming im AMS wurde ein entscheidender Impuls gegeben, die Gleichstellungsorientierung in der aktiven Arbeitsmarktpolitik auf allen Ebenen umzusetzen", betonte Staatssekretärin Christine Marek anlässlich der Pressekonferenz zum Frauentag am 8. März im Arbeitsmarktservice (AMS).

Arbeitsmarktförderung: "Halbe-Halbe" ist bereits Realität

Die für die Arbeitsmarktförderung vorgesehenen finanziellen Mittel teilt das AMS zur Erreichung arbeitsmarktpolitischer Ziele auf. Zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt sind 50 Prozent des Förderbudgets und 50 Prozent der Plätze in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen für Frauen reserviert. Diese Aufteilung bedeutet eine überproportionale Unterstützung von Frauen, da der Anteil der Frauen an allen Arbeitslosen deutlich unter 50 Prozent liegt. Im Vorjahr hat das AMS knapp 52 Prozent des Budgets oder 425,37 Millionen Euro für Maßnahmen zur Förderung und Gleichstellung von Frauen am Arbeitsmarkt ausgegeben, obwohl der Frauenanteil an allen Arbeitslosen bei 43,2 Prozent lag. Von den Fördermaßnahmen haben knapp 157.000 Frauen profitiert, das waren rund 51 Prozent aller im Vorjahr geförderten Personen. Rund 82 Prozent haben eine Aus- oder Weiterbildung absolviert, die übrigen 18 Prozent nahmen an Beschäftigungsprogrammen oder sonstigen Unterstützungsmaßnahmen des AMS teil.

Förderungen erhöhen Beschäftigungstage und Einkommen der Frauen

Die Fördermaßnahmen des AMS tragen zur Gleichstellung bei: Während sich der "gender-gap" zwischen Arbeit suchenden Frauen und Männern ohne Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen erweitert, verringern die Fördermaßnahmen die Ungleichheit am Arbeitsmarkt. In einer aktuellen Studie der Synthesis Forschungsgesellschaft wurde die Wirkung von AMS-Förderungen untersucht. Das Ergebnis: Frauen, die an Fördermaßnahmen teilgenommen haben, konnten die Zahl ihrer Beschäftigungstage (im Durchschnitt plus 22 Tage) und ihr Jahreseinkommen (im Durchschnitt plus 1.400,- Euro) steigern. Damit erreichten sie einen deutlichen Vorsprung gegenüber Frauen, die an keinen Förderungen teilgenommen haben. Durch Schulungen höherer Intensität konnte die Zahl der Beschäftigungstage bei Frauen im Haupterwerbsalter sogar um bis zu 55 Tage und das Jahreseinkommen sogar um bis zu 2.800,- Euro gesteigert werden.

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