Kögler: Noch immer klafft eine Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen

Jede vierte Frau ist trotz Beschäftigung armutsgefährdet

St. Pölten, (SPI) - Noch immer klafft zwischen den Einkommen von Männern und Frauen eine massive Lücke. "Die Zahlen der Statistik Austria sprechen auch für Niederösterreich eine mehr als deutliche Sprache! Das Nettoeinkommen der Frauen in unserem Bundesland lag im Jahr 2005 im Durchschnitt bei 14.485 Euro, jenes der Männer bei 22.830 Euro! Grob umgerechnet hat eine unselbstständig beschäftigte Frau in Niederösterreich damit monatlich knapp mehr als 1.000 Euro zur Verfügung. Die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben ist aber ein existenzsicherndes Einkommen. Die Höhe des Einkommens bestimmt zudem die Höhe der zukünftigen Pension und die schaut bei diesem Verdienst auch nicht gerade rosig aus. Wenn man aber gerade die Miete und die laufenden Fixkosten bezahlen kann, ist auch an Eigenvorsorge nicht zu denken. Jede vierte Frau ist sogar trotz Beschäftigung armutsgefährdet", gibt die Frauensprecherin der SPÖ-Niederösterreich, LAbg. Mag. Sylvia Kögler, anlässlich des Internationalen Frauentages zu bedenken.****

Einer der Gründe dafür ist der hohe Anteil an teilzeitbeschäftigten Frauen. "Über 40 Prozent der Niederösterreicherinnen arbeiten Teilzeit. Davon sieht aber ein großer Teil diese Form des Beschäftigungsverhältnisses als Notlösung an, weil entweder kein anderer Arbeitsplatz zu finden oder wegen fehlender Kinderbetreuungsplätze keine Vollzeitbeschäftigung möglich war", so Kögler weiter. "Problematisch ist in diesem Zusammenhang nicht nur das Fehlen von Kinderbetreuungsplätzen, sondern vor allem die mangelnde Vereinbarkeit der Öffnungszeiten mit den Arbeitszeiten der Eltern", so Kögler weiter. "Teilzeitarbeitsplätze erweisen sich für viele Frauen als Sackgasse, aus der sie nur schwer wieder entkommen können. Daher müssen dringend die frauenpolitischen Versäumnisse der letzten Jahre aufgeholt werden. Frauen und Männer müssen wirklich gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und endlich der Grundsatz ‚gleicher Lohn für gleiche Arbeit’ Gültigkeit erhalten", so Kögler abschließend.
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