"MONITOR": Im E-Business ist strategisches Denken gefragt

Integration ist Um und Auf - weniger als 25 Prozent der Unternehmen E-Business-fähig - Elektronische Rechnung wird zum Wachstumsmotor

Wien (OTS) - "Wenn man ein E-Business-Projekt an die Wand fahren will, dann macht man am besten einen klassischen EDV-Leiter zum Projektleiter", lautet die drastische Analyse von Unternehmensberaterin und E-Business-Expertin Alexandra Wögerbauer-Flicker im Gespräch mit MONITOR-Autor Alexander Hackl. Bei E-Business gehe es nämlich nicht um klassische IT-Projekte, sondern um organisatorische Anpassungen wie Prozess-, Aufgaben- und Datenintegration. Folglich sollten diese Projekte auch vom CEO selbst oder jemand anderem mit Informations- und Prozessmanagement-Fokus geleitet werden, so Wögerbauer-Flicker.

An der Technik scheiterten diese Projekte in der Regel nicht, sondern an Managementproblemen, internen Widerständen und Machtverschiebungen, falschem Einschätzen der eigenen Stärke, Interessenskonflikten mit den Partnern oder schlampigem Durchrechnen der Businesspläne, berichtet Wögerbauer-Flicker.

Werner Dorfmeister, Sprecher der "Experts Group Electronic-Business" im Fachverband für Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT) in der Wirtschaftskammer Österreich, wiederum fehlen integrierte ERP-Systeme. "Bevor ich mich mit den Lieferanten vernetzen kann, muss ich die internen Hausaufgaben erledigen und die eigenen Systeme integrieren. Derzeit erfüllen weniger als 25 Prozent der Unternehmen diese Voraussetzungen", berichtet er aus der Praxis.

Die derzeitigen Anlaufschwierigkeiten bei der "Elektronischen Rechnung" unterstreichen Dorfmeisters Aussage - wobei er einen deutlichen Aufwärtstrend sieht. "E-Billing wird dieses Jahr ein wichtiger Wachstumsmotor für die Branche sein. Insgesamt ist das E-Business-Bewusstsein deutlich gestiegen", meint er. Mehr dazu im E-Business-Schwerpunkt in der Märzausgabe des MONITOR.

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